Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer der ISA,

die „German Trade and Invest“ (GTAI) hat kürzlich festgestellt, dass die Strahlkraft von „made in Germany“ in China ungebrochen ist und insbesondere bislang unbekannten Neueinsteigern Chancen in China eröffnen kann. Deutsche Produkte mit hoher Qualität, Sicherheit sowie ausgeprägter Ingenieurskunst genießen großes Ansehen, sie gelten nicht zuletzt als Statussymbol.

Marke „made in Germany“
Als alleiniges Verkaufsargument reicht das „made in Germany“ allerdings laut GTAI längst nicht mehr aus. Chinesische Kunden erwarten viel Flexibilität und vor allem schnelle Lieferungen; sie werden als ebenso selbstverständlich wie rasche Produktwechsel und Innovationen im Marketing gefordert.

Für unsere Mitgliedsstädte und deren Unternehmen gilt es, im Inland an der Marke „made in Germany“ zu arbeiten, um deren Wert langfristig zu erhalten. Denn Nutzen und Strahlkraft von “made in Germany” erstrecken sich auch auf Produkte, die in China von deutschen Niederlassungen produziert werden.

Chancen, mit „made in Germany“ Erfolge zu erzielen, bieten sich vor allem auch im Rahmen der ISA. Das gilt für viele Branchen, insbesondere im Bereich der Robotik und intelligenten Fertigung. Hier entsteht in unserer größten Mitgliedsstadt Foshan ein riesiges „Robotic Valley“ (siehe dazu Berichte in diesem Newsletter). Investoren und Kooperationspartner aus Deutschland sind dort sehr willkommen.

Gelungene ISA-Informationsveranstaltung in Göttingen
Die Stadt und Wirtschaftsförderung Göttingen haben eine Chance exzellent genutzt, indem sie ihre Unternehmen zu einer Informationsveranstaltung über die ISA eingeladen hatten. 

Die Vorträge waren ebenso kurz wie informativ: Ein Vertreter der Außenhandelskammer schilderte den enorm hohen Digitalisierungsgrad der chinesischen Wirtschaft im Consumer-Bereich sowie die Chancen und Herausforderungen, die sich daraus für deutsche Unternehmen ergeben. Der CEO eines Göttinger High-Tech-Unternehmens berichtete anschaulich und praxisbezogen über seine Erfahrungen beim Eintritt seines Unternehmens in den chinesischen Markt, wo Flexibilität, Anpassung an örtliche Gepflogenheiten und ein langer Atem schließlich den Erfolg brachten. Eine Partnerin der PKS GmbH legte dar, welche besonderen Möglichkeiten die ISA den Unternehmen der Mitgliedsstädte zu bieten hat.

 Besonders beeindruckend waren: 

  • das enge Zusammenwirken der Stadt und der Universität Göttingen beim Ausbau der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit China; sowohl Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler als auch die Vizepräsidentin der Universität benannten dies in ihren Grußworten als wesentlichen Erfolgsfaktor,
     
  • die konsequente Nachbereitung der Veranstaltung, bei der die Unternehmer noch einmal schriftlich auf die Einladung zur „Internet Plus“-Messe, auf unsere nächste Business-Matchmaking-Veranstaltung bei der „Hannover Messe“ 2019 sowie auf den ISA-Newsletter hingewiesen wurden und sich hierfür anmelden konnten,
     
  • und nicht zuletzt ist es durch die Wahl des Veranstaltungsortes und den anschließenden Empfang gelungen, die Veranstaltung zu einem gesellschaftlichen Ereignis zu machen.

Falls Sie dem Göttinger Erfolgsmodell folgen wollen, stehen wir Ihnen für Ihre Planungen seitens der PKS GmbH gern mit Rat und Tat zur Verfügung.

Einstweilen freuen wir uns darauf, viele von Ihnen im Oktober in Foshan zu treffen.

Herzliche Grüße

Friedhelm Ost und Ernst Schwanhold

ROBOTIK-ZENTRUM FOSHAN

In Shunde, einem Bezirk der Stadt Foshan, entsteht ein zehn Quadratkilometer großes „Robotic Valley“ mit einem Forschungs- und Entwicklungszentrum, Produktions-stätten für die Fertigung von Robotern und Coworking-Spaces für weitere im Bereich der Robotik tätige Unternehmen. Investor ist die Country Garden Group, der größte Immobilienentwickler Chinas, der über seine neu gegründete Tochter Bozhilin Robot Company ganz groß in das Robotik-Geschäft einsteigen und Roboter für verschiedenste Bereiche und Verwen-dungen produzieren will. Dazu wurde in diesen Tagen ein Vertrag zwischen der Regierung des Bezirks Shunde und der Bozhilin Robot Company unterzeichnet.

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MUSTERVERTRÄGE FÜR RECHTSGESCHÄFTE IN CHINA

Die deutsch-chinesische Rechtskommission hat vier Publikationen herausgegeben, die auf der Webseite der GTAI abrufbar und teils kostenlos, teils kostenpflichtig sind. Es handelt sich um Standardverträge für deutsch-chinesische Liefergeschäfte (LINK), für Know-how- und Patentlizenzen (LINK) sowie Joint Ventures (LINK). Des Weiteren steht ein „Guide to Mergers and Acquisitions in China” zur Verfügung (LINK).

Zum Jahresende wird eine Publikation zum Thema Entsendung erscheinen.

CHINA'S BREAKNECK PACE OF DIGITALIZATION

Innerhalb von kaum 10 Jahren hat China sich zum größten E-Commerce-Markt der Welt entwickelt. Der hohe Grad der Digita-lisierung hat einer großen Zahl von digitalen Start-ups den Boden bereitet und viele neue Geschäftsmodelle entstehen lassen.
 
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Quelle: McKinsey Quarterly May 2018

HOW CHINA'S SHIFT TO CONSUMER-LED GROWTH IS CHANGING INDUSTRY DYNAMICS

China entwickelt sich rasch zu einer verbraucherorientierten Wirtschaft. Dies verändert den Markt auch in der Chemieindustrie. Während sich im Bereich der traditionellen Chemieprodukte das Wachstum verlangsamt, sind bei den Chemieprodukten für Endverbraucher schnelles Wachstum und die größten Gewinne zu verzeichnen. Dies betrifft zum Beispiel Chemikalien für Körperpflegeprodukte, Düfte, elektronische Chemikalien und Hochleistungskunststoffe.
Die Autoren sehen in dieser Entwicklung eine Chance für ausländische Investoren.

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Quelle: McKinsey Quarterly May 2018

TOOLS: SCHUTZRECHTE IN CHINA

Die Patentanwälte Canzler & Bergmeier haben online ein Merkblatt zum Thema „Schutzrechte in China“ veröffentlicht.

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