ISA-Newsletter - August 2020

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,
 
nach wie vor kämpft die Welt mit der Pandemie-Krise. Die Zahlen der Erkrankten und Toten sind in Europa und Amerika in den letzten Monaten weiter gestiegen. Dagegen hat die Volksrepublik China das COVID 19-Virus seit einiger Zeit besser im Griff – nicht zuletzt aufgrund der sofortigen energischen Maßnahmen, die die chinesische Regierung ergriffen und konsequent durchgesetzt hat. Die Volkswirtschaft Chinas befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung. Während die meisten Länder der Welt recht tiefe Einbrüche der ökonomischen Entwicklung, eine starke Zunahme von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit sowie Firmenpleiten hinnehmen müssen, hellt sich der konjunkturelle Horizont in China mehr und mehr auf: Für das gesamte Jahr 2020 kann ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts erwartet werden. Davon profitieren vor allem auch die deutschen Unternehmen, die in der Volksrepublik produzieren. Allen voran die deutschen Automobilhersteller, die – wie VW – bis zu 40 Prozent ihrer Umsätze auf dem chinesischen Markt machen. 

Zu begrüßen ist, dass die EU unter der deutschen Ratspräsidentschaft angesichts der Bedeutung Chinas für die Weltwirtschaft gemeinsam mit der chinesischen Regierung Chancen und Probleme der zukünftigen Zusammenarbeit erörtern wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel pflegt seit langem ein gutes Verhältnis zu Chinas Führer Xi Jinping. Beide setzen auf den Multilateralismus in unserer globalisierten Welt. Dazu gehört die Ablehnung von nationalen Restriktionen, Handelshemmnissen mit höheren Zöllen oder Kontingenten.

Für die erfolgreiche Bekämpfung der COVID 19-Krise muss die Zusammenarbeit vieler Staaten vordringlich sein. Bei der Erforschung von Impfstoffen und Medikamenten sollten Wissenschaftler, Institute und Organisationen über nationale Grenzen hinweg noch stärker kooperieren, um allen Menschen auf unserer Welt den Zugang zum Schutz gegen das Virus zu ermöglichen. Das ist allemal besser als gegenseitige Schuldzuweisungen oder die Neuauflage einer „beggar my neighbour“-Politik.

Unsere ISA setzt auf die Zusammenarbeit von chinesischen und deutschen Unternehmen aus der Industrie und dem Mittelstand, von Forschung und Wissenschaft. Der Stadt Foshan ist zu danken, dass von ihr dafür die Impulse bereits vor gut vier Jahren ausgingen und inzwischen 27 chinesische und 20 deutsche Städte ein solides Wiin-win-Netzwerk bilden.

Die unternehmerischen Herausforderungen werden in Zukunft größer – vor allem auf den Märkten der Weltwirtschaft. Mit guter partnerschaftlicher Kooperation wie mit der ISA können sie allemal besser gemeistert werden als mit nationalem Egoismus. Das gilt insbesondere für Deutschland mit seinem so großen Exportanteil.

Mit herzlichen Grüßen

 

Friedhelm Ost                                          Ernst Schwanhold

Staatssekretär a.D.                                Staatsminister a.D.

BDI und GHA fordern Zusammenarbeit im Gesundheitssektor

Während einige Regierungen in Europa darüber nachdenken, die Produktion von Arzneimitteln und Medizinprodukten wieder nach Europa zurück zu verlagern, plädie-ren der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die German Health Alliance (GHA) für mehr Zusammenarbeit zwischen der EU, Deutschland und China. China fördert nicht nur seine Gesundheits-industrie als Schlüsselindustrie, sondern bietet auch einen stark wachsenden Gesundheitsmarkt, der viele Chancen für europäische und deutsche Unternehmen bietet. Dazu müssten aber auch Zulassungsverfahren harmonisiert und gleichwertige Marktzugänge geschaffen werden.

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GTAI: China setzt auf Förderung von Wasserstoffwirtschaft

Wasserstoff soll in China künftig als Ener-giequelle eingestuft werden und wird Teil von Chinas langfristiger Energiestrategie. Bis 2050 soll Wasserstoff 10 Prozent der Energieversorgung decken. Bei der Förderung regionaler Wasserstoff-Cluster entlang integrierter Wertschöpfungsketten spielt auch die Provinz Guangdong eine große Rolle: Hier sind bereits ein Wasserstoffindustriepark und verschiedene Brennstoffzellenhersteller ansässig.

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KölnBusiness und die chinesische Provinzhauptstadt Guiyang unterzeichnen "Memorandum of Understanding"

Die Wirtschaftsförderung Köln (Mitglied der ISA) hat mit dem Municipal Bureau of Commerce der Stadt Guiyang (ebenfalls Mitglied der ISA) ein Memorandum of Understanding über wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet. Ein zen-trales Thema des Abkommens ist die Zu-sammenarbeit im Wasserstoffsektor, um den Einsatz der Wasserstofftechnologie weiter zu fördern. Denn Köln und die rhei-nische Region gehören zu den Pionieren bei der Entwicklung neuer Wasserstoff-technologien. Die Kompetenzen wurden daher mit der Initiative „H2R – Wasserstoff Rheinland“ gebündelt. Ziel ist es, gegen-seitige Ressourcen und Erfahrungen bei zentralen Herausforderungen der Zukunft auszutauschen und innovative Techno-logien voranzutreiben.

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Trumpf-Gruppe mit positiver China-Perspektive

Sehr zuversichtlich haben sich jüngst die geschäftsführenden Gesellschafter der Ditzinger Trumpf-Gruppe, Nicola Leibinger-Kammmüller, und der Trumpf-Chef für China, Stefan Mayer, über die Perspektiven des Unternehmens in der Volksrepublik China geäußert. In einem Zeitungsinterview wurde darauf hingewiesen, dass China technologisch auf den Feldern, die Trumpf abdeckt, also bei der Blechbearbeitung und den Laserquellen, stark aufgeholt hat. Die chinesische Firma JFY, die Trumpf vor sieben Jahren gekauft hat, mache inzwischen einen Umsatz von 80 Millionen Euro und gute Erträge. Man habe von China gelernt – vor allem die unkomplizierte Art im Umgang mit Innovationen und die Bereitschaft, nicht zig Bedenken schon vor dem Beginn neuer Projekte zu haben. Ein Rückzug aus China sei keine Option: Es sei wichtig, dass "wir  allein schon deshalb wirtschaftlich stark bleiben", weil die USA Europa seit längerem vernachlässigten. Im Jahre 2025 werde die Hälfte des Weltmarktes für Trumpf-Produkte auf China entfallen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen von seinem gesamten Konzernumsatz in Höhe von 3,5 Mrd. Euro 380 Mio. Euro, also mehr als 10 Prozent in China erzielt. Trumpf ist dort mit etwa 1.300 Beschäftigten in zwei Gesellschaften aktiv.

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Foshan: Country Garden steigt im Ranking der Fortune Global 500-Liste 2020 auf Platz 147

Der chinesische Immobilienentwickler Country Garden aus der ISA-Gründungs-stadt Foshan erreicht auf Basis seines Umsatzes in Höhe von 70,335 Milliarden USD den 147. Platz der Fortune Global 500, einem globalen Unternehmensranking. Einige Wirtschaftsförderer aus den ISA-Städten werden sich an Country Garden erinnern – im Rahmen der ISA haben wir den Firmensitz in Foshan mehrere Male besucht und waren von der begrünten Fassade und den vielen Pflanzen im Gebäudeinneren fasziniert. 

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Bildnachweise:
Pixnio-Bicanski,Wikipedia-Lüko Willms CC-BY-SA 3.0 de,
Bildarchiv Köln, Bildarchiv Guiyang, TrumpfSteg-pjt7.jp-CC-BY-SA, Stefanie B.