Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,
 
wir senden unsere herzlichen Grüße in alle unsere Mitgliedstädte und hoffen, es geht Ihnen gut in dieser merkwürdigen Zwischenphase der COVID 19-Epidemie, wo das Schlimmste wohl vorbei ist, aber die volle Normalität in Arbeit und Privatleben noch auf sich warten lässt.
Unser Bündnis kommt trotz aller Behinderungen durch Corona voran. Wir sind stolz auf unsere großen deutschen Mitgliedstädte mit klingenden Namen, die auch in China bekannt sind und der ISA dort ein besonderes Renommee verschaffen. Aber wir sind in gleicher Weise stolz auf die Vielzahl der anderen mittelgroßen deutschen ISA-Städte. Aufgabe eines solchen Bündnisses und seiner deutschen Vertreter ist es auch, unseren chinesischen Partnern zu erklären, wie Deutschland sich historisch entwickelt hat und welche Folgen das für die Wirtschaftsstruktur unseres Landes hat. 
Deutschland hatte nie die eine große zentrale Metropole, auf die sich wirtschaftlich und kulturell alles ausrichtete. Dies erweist sich heute als großer Segen. Überall in unserem Land, auch in kleineren Städten und in ländlich geprägten Regionen, befinden sich starke mittelständische Firmen mit qualifizierten Mitarbeitern und großer Innovationskraft. Nicht selten sind sie Weltmarktführer in bestimmten Marktsegmenten, sogenannte Hidden Champions. Deutschland hat nach aktuellen Zählungen über 1.500 davon und ist damit sozusagen der Hidden Champion der Hidden Champions. Diese Firmen sind hochinteressante Partner für unsere chinesischen ISA-Städte und deren Unternehmen.
Umgekehrt gilt dasselbe. Denn die Welt der Hidden Champions ändert sich gerade massiv, weil die Zielrichtung der Globalisierung sich ändert – nicht nur im Blick auf China – sondern weil wir es mit einem weltweiten Trend zu tun haben: Die globalen Exporte gehen tendenziell zurück, aber die Direktinvestitionen werden steigen. Das stellt die mittelständischen Firmen vor neue Herausforderungen, denn es bedeutet, dass auch sie produzierende Niederlassungen auf den großen Auslandsmärkten, vor allem in China, brauchen. Viele der Hidden Champions haben sich dieser Herausforderung schon gestellt und Kompetenz- bzw. Produktionszentren in China etabliert. Viele weitere werden folgen müssen.
Die Wirtschaftsförderer haben sich der Aufgabe verschrieben, die Heimatbindung ihrer Mittelständler zu erhalten und zu stärken, aber ihnen gleichzeitig – wo nötig und möglich – um ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit willen zu helfen, auf den ausländischen Märkten Fuß zu fassen – und zwar nicht nur als Exporteure, sondern auch als Investoren und Produzenten.
Die ISA mit ihren Zugängen zu den Bürgermeistern und Unternehmen der chinesischen Mitgliedstädte kann und will hierzu einen wertvollen Beitrag leisten.
Experten erwarten übrigens, dass im Zuge des neuen Globalisierungstrends „Weniger Warenexport und mehr Direktinvestitionen“ die ausländischen und gerade auch die chinesischen Direktinvestitionen in Deutschland und Europa wieder steigen werden. Denn das Gebot der Weltoffenheit gilt für chinesische Mittelständler schließlich genauso wie für deutsche. Auch hier können sich Aufgaben ergeben, zu deren Bewältigung die ISA beitragen will. Nicht zuletzt durch den Hinweis darauf, dass auch mittlere und kleinere Städte in Deutschland hochattraktive Wirtschaftsstandorte bieten. Gemeinsam sollten wir die Herausforderungen als Chance begreifen.
  
Mit herzlichen Grüßen

Friedhelm Ost                                Ernst Schwanhold
Staatssekretär a.D.                       Staatsminister a.D.

Neue Chance für deutsche Konsumgüter-KMU auf dem chinesischen E-Commerce-Markt

In wenigen Wochen wird der erste Shop des grenzüberschreitenden E-Commerce Projekts German Lifestyle Pavillon auf JD Worldwide eröffnet. Die AHK Greater China und JD.COM unterstützen die Initiative. Dieses Projekt soll deutschen Konsumgüterunternehmen, Einzelhändlern und insbesondere KMU neue Möglichkeiten für ihren Markteintritt und ihre Expansion im post-  pandemischen China eröffnen. 
 
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Chinesische Staatsreederei Cosco steigt beim Hamburger Hafen ein

Erstmalig in der Geschichte gibt die Hansestadt Hamburg die Kontrolle über Teile ihrer Hafenanlagen an das Ausland ab. So berichtete vor wenigen Tagen die Hamburger Morgenpost. Offenbar steht der Einstieg der Reederei Cosco beim zweitgrößten Hamburger Terminal Tollerort in Steinwerder unmittelbar bevor. „Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten. Ich gehe davon aus, dass es demnächst einen Abschluss gibt“ so zitiert die „Welt“ Angela Tizrath, Chefin der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Auch die Bundesregierung sei bereits über die beabsichtigte Transaktion informiert worden. Der Hamburger Erste Bürgermeister Tschentscher hatte im Juli die chinesische Beteiligung befürwortet.
Inzwischen stammt jeder dritte Container im Hamburger Hafen aus China oder geht  dorthin. Hamburg will durch die neue Beteiligung von Cosco seine Geschäfts-beziehungen zu China langfristig absichern.
 

AHK organisiert Charterflüge für Geschäftsreisende

Mal eben nach China fliegen, die Firma oder Geschäftspartner besuchen, das ist seit Corona kaum noch möglich.
Seit Mitte Juli fliegen von der AHK organisierte Charterflüge nach China, drei weitere sind für August und September geplant. Im vergange-nen Jahr konnten so 2.800 Passagiere in die Volksrepublik einreisen. Ob darüber hinaus in diesem Jahr noch weitere Flüge nach China möglich sind ist fraglich. „Grundsätzlich gilt u.a. für deutsche Staatsangehörige eine Einreisesperre“, schreibt das Auswärtige Amt. 
Ausnahme: Wer eine chinesische Aufenthalts-genehmigung zur Erwerbstätigkeit hat, darf genauso einreisen wie Personen, die für persönliche Angelegenheiten oder zur Familienzusammenführung nach China wollen. Auch Inhaber von diplomatischen, Dienst-, Courtesy- und C-Visa dürfen in die Volksrepublik einreisen.
 
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Chinas neue Seidenstraße wird 2021 weiter ausgebaut

Im ersten Halbjahr 2021 wurden weltweit 270 Projekte entlang der neuen Seidenstraße registriert. Dabei stehen Projekte im Bereich der Energie und der Transportinfrastruktur im Mittelpunkt. Weltweit wurden104 Vorhaben im Energiebereich, insbesondere aus den Bereichen Wasserkraft, Wind und Solar von der GTAI registriert. 76 Projekte im Bereich Transportinfrastruktur können den Branchen Straßen-, Brücken, Hafen-, Eisenbahn und U-Bahn-Bau zugeordnet werden. Damit machen diese Projekte insgesamt zwei Drittel aller neuen BRI-Projekte aus.

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Reformbedarf und Chancen globaler Wertschöpfungsketten

Grenzschließungen, Lockdowns, Verzögerung in Häfen und Nachfrageschocks sind für den Außenhandel seit der Corona-Pandemie eine große Herausforderung. Dennoch halten deutsche Unternehmen selbst in dieser Ausnahmesituation an global vernetzter Produktion fest. "Ganz offenbar ist der Nutzen der globalen Verknüpfung von Produktions-prozessen über Wertschöpfungsketten für die deutsche Wirtschaft deutlich größer als die Risiken“, so der Autor Dr. Jan Cernicky in einer Analyse, die auf der Webseite der Konrad Adenauer Stiftung (KAS) zu finden ist.
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Welche Risiken internationale Wertschöpfungsketten für die deutsche Wirtschaft beinhalten und welche Chancen in einer arbeitsteiligen Produktion stecken, diesen Fragen widmet sich auch eine von der Konrad-Adenauer in Auftrag gegebenen Studie des Münchner ifo Instituts.
Weiterführenden Informationen dazu finden Sie ebenfalls bei der KAS: Link

„Deutscher Stil“ am Dongping-Fluss

Von: He Chuozao, Journalistin, Foshan Daily

Bilder von Qin Zhengpeng, Journalisten von Foshan Daily; ®Schalles, Amt für Öffentlichkeitsarbeit Ingolstadt 

Kürzlich wurden der Chinesisch-Deutsche Freundschaftspark im Sanlongwan Innovation Cluster in der südchinesischen Stadt Foshan und der Foshan-Garten in Ingolstadt fertig-gestellt und eröffnet. Trotz der großen Distanz ist keine Spur von verblasster Schönheit des südchinesischen Gartens in der Partnerstadt zu erkennen, so die deutsche Gartenkunst. 

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