ISA-Newsletter - Februar 2020

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,
 
das Corona-Virus - offiziell Covid-19 - beherrscht die Schlagzeilen. Es zeigt uns, was wir in der Theorie alle seit langem wissen, aber wohl noch nie zuvor so eindrücklich vor Augen geführt bekommen und am eigenen Leibe erlebt haben: Unsere Weltwirtschaft ist bis in die kleinsten Verästelungen engstens vernetzt. Jede größere Störung oder gar Unterbrechung des Wirtschaftsgeschehens an irgendeinem Ort der Welt kann zu Turbulenzen, Einbußen oder sogar zum Zusammenbruch der Lieferketten an ganz anderen, oft weit entfernten Orten führen. 
Und alle sind betroffen: die produzierenden Unternehmen, die Zulieferer, die Arbeit-nehmer, die Aktionäre, die Konsumenten und mittelbar auch die Politik auf allen Ebenen. Wir sind wirtschaftlich in einem Ausmaß voneinander abhängig, das es in der Geschichte bisher noch nicht gegeben hat.
Welche Lehren soll man daraus ziehen? Gewiß nicht die, sich "autark" zu machen. Das kann kein Unternehmen und kein Land und sei es noch so groß. Es ist auch kein erstrebenswertes Ziel, denn es wäre mit großen Wohlstandsverlusten verbunden.
Die Devise kann nur lauten, in einer verwundbaren Weltwirtschaft größtmögliche Stabilität durch (arbeitsteilige) Kooperation über nationale Grenzen hinweg zu erlangen.
Störungen in diesem Mobile der gegenseitigen Abhängigkeiten wird es immer geben, heute haben sie ihre erste Ursache in China, morgen vielleicht bei uns. Heute ist es ein Virus, morgen kann es eine Naturkatastrophe oder irgend etwas anderes sein. Wir werden wahrlich genug damit zu tun haben, mit den Folgen derartiger Störungen fertig zu werden. Weitere Störungen, die etwa aus einer allzusehr an nationalen Interessen ausgerichteten Wirtschafts- und Handelspolitik entstehen könnten, sind das Letzte, was wir jetzt brauchen. Denn die internationale Verflechtung, die uns vordergründig verwundbar macht, macht uns auch stark und ist Quelle unseres Wohlstands.
China, das bevölkerungsreichste Land und der größte Markt der Erde, bekennt sich sehr klar zur internationalen Zusammenarbeit und weiß seine eigenen Interessen in einem solchen System des Multilateralismus am besten aufgehoben. Die Initiative zur Gründung der ISA durch die Stadt Foshan, die eine Tradition im Handel und der Zusammenarbeit mit dem Ausland hat, und das Engagement unserer chinesischen Partner in der ISA spiegeln sich in dieser Haltung wider. Unser ISA-Schreiben an den Oberbürgermeister von Foshan in Zeiten von Corona entspringt der gleichen Haltung. Es ist eine Geste , dass wir in schwierigen Zeiten unseren Partnern im Rahmen unserer Möglichkeiten solidarisch zur Seite stehen wollen.
 
Wir wünschen Ihnen allen erfolgreiche und möglichst angenehme Vorfrühlingswochen und freuen uns schon auf ein Wiedersehen mit Ihnen in Neuss!
 
Herzliche Grüße

 

 Friedhelm Ost                                                            Ernst Schwanhold
 Staatssekretär a.D.                                                   Staatsminister a.D.

Wirtschaftsförderer treffen sich zur 7. ISA-Fachtagung in Neuss

Der Rhein-Kreis Neuss ist Gastgeber unserer 7. ISA-Fachtagung am 2. April 2020 in Neuss.
Wir werden Sie über Neuigkeiten aus der ISA und aus China unterrichten und Ihnen Gelegenheit zum Austausch über Ihre China-Aktivitäten geben. Außerdem konnten wir gleich drei Referenten gewinnen, die zu den aktuellen deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen, den Änderungen im Aufenthaltsrecht von Fachkräften und über die Ausbildung chinesischer Fachkräfte in Deutschland referieren werden. 
Bitte versäumen Sie nicht, sich bis  zum 27. März 2020 anzumelden.

Agenda
Anmeldeformular

Gesteuerte Einwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten

Am 1. März 2020 wird das Fachkräfte-einwanderungsgesetz in Kraft treten.
Damit soll der Zugang von Arbeitnehmern aus Drittstaaten erleichtert werden.
In dem folgenden Interview schildert der erfahrene Rechtsanwalt Claus Brockhaus, Geschäftsführer der Kanzlei Brockhaus & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Frechen, Einzelheiten der neuen Regelungen. 

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Verbundenheit mit China in Zeiten von COVID-19 

Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus in China hat die PKS GmbH für die deutschen ISA-Städte ihre Anteilnahme und Verbundenheit zum Ausdruck gebracht. Dafür hat sich der Oberbürger-meister von Foshan Wei ZHU in seinem Schreiben vom 17.2. bedankt.
Die gegenwärtige Krise macht deutlich, wie wichtig es ist, auch in Krisensituationen gemeinsame Lösungen zu erarbeiten, denn das Virus macht auch vor Landes-grenzen nicht halt. 

Zum vollständigen Briefwechsel

China-Netzwerk Göttinger KMU

Am 12. März 2020 treffen sich auf Einladung der Göttinger Wirtschaftsförderung zum ersten Mal die Vertreter kleiner und mittlerer Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die bereits in China tätig sind oder zukünftig Aktivitäten in China planen, zu einem Erfahrungsaustausch.
Sabine Dietlmeier, General Manager German Industry and Commerce Greater China GmbH, wird u.a. hier zu Chinas aktuellen Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen referieren. 
Als weiteres Thema werden das neue Foreign Investment Law, sowie das Corporate Social Credit System und die daraus resultierenden Auswirkungen auf KMU diskutiert. Die Veranstaltung soll Auftakt eines regelmäßigen Wissens-transfers sein und dient dem kontinuier-lichen Aufbau eines Netzwerks von 
KMU mit China-Interesse in der Region Südniedersachsen.

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China hält am Ausbau der Elektromobilität fest

Die Volksrepublik China setzt weiterhin auf Fahrzeuge mit alternativem Antrieb (NEV - New Energy Vehicles).
Nach Aussagen des Ministers für Industrie und Informationstechnologie MIIT Miao Wei auf dem EV100-Forum in Beijing Anfang Januar 2020 sollen entsprechende Subventionen weiter fließen.

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Immer mehr deutsche Elektroautos "made in China"

Auch deutsche Autobauer investieren in China massiv in die Produktion von Elektroautos. Joint Ventures spielen dabei eine wichtige Rolle.
Der Ausbruch des Coronavirus wird jedoch auch der NEV-Branche im ersten Halbjahr den Wind aus den Segeln nehmen. Kaum jemand denkt in diesen Krisenzeiten an den Kauf eines Neuwagens. Darüber hinaus leidet die gesamte Kfz-Branche an Produktionsausfällen und Lieferengpässen. 

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Bildnachweise:
Rhein-Kreis-Neuss, C.Brockhaus, Tumisu (Pixabay.com),
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