ISA-Newsletter - Februar 2021

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,

am 24. März findet unsere nächste ISA-Fachtagung statt. Wir freuen uns darauf, Sie - wenn auch nur per Zoom-Sitzung - wiederzusehen. Auf der Tagesordnung stehen insbesondere die Bereiche Energie, Energieeffizienz und Wasserstofftechnologie. Es handelt sich um Themen, an denen beide Seiten, die deutsche und die chinesische, großes Interesse haben. Wir wollen ausloten, ob und wie wir bei diesen Themen zum beiderseitigen Nutzen die Zusammenarbeit verstärken können. Hierbei sind alle gefragt: die Mitgliedstädte, die Unternehmen, die Universitäten und die Forschungseinrichtungen.

Apropos beiderseitiger Nutzen: Die EU und China haben Ende 2020 ein Investitionsabkommen zum Abschluss gebracht, das der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit China neue Chancen eröffnet. Wirtschaftsminister Peter Altmaier hat es als „handelspolitischen Meilenstein“ bezeichnet. Dieses Abkommen ist ein großer Erfolg der deutschen Ratspräsidentschaft - zum Vorteil für alle EU-Länder. Es könnte über die Förderung von fairem Wettbewerb und Transparenz hinaus zum Ausgangspunkt für ein noch besseres Miteinander bei den Beziehungen zwischen China und der EU werden. Enge wirtschaftliche Beziehungen zu China sind ein Win-win-Modell und kein Win-lose-Modell. Man sollte daher der in den Medien manchmal vertretenen Position entgegentreten, dass der Aufstieg Chinas den Niedergang des Westens bedeute. Die bisherige deutsch-chinesische Zusammenarbeit weist große Erfolge auf, das Investitionsabkommen kann diese in Zukunft noch ausweiten. 

Der Vorstandsvorsitzende des VW-Konzerns, Herbert Diess, hat es unlängst auf den Punkt gebracht, als er sagte: „Für uns ist China aber nicht die große bedrohliche Macht, sondern eine Riesenchance.“ Dazu passend konnte er die neuesten Verkaufszahlen von VW auf dem chinesischen Markt präsentieren: VW hat im Januar dieses Jahres fast 42.000 Fahrzeuge nach China geliefert - gut 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Wir denken bei diesen Zahlen auch an die vielen mittelständischen Zulieferer und an deutsche „Hidden Champions“, die es wegen Corona gerade sehr schwer haben und die Teil dieses Erfolges sind. Was für die Automobilindustrie gilt, das melden auch viele Firmen aus anderen Branchen.

Angesichts der Globalisierung neigen wir ungeprüft dazu, uns für viel weltoffener zu halten als alle Generationen vor uns. Das ist jedoch keineswegs selbstverständlich. Auch Weltoffenheit muss immer wieder neu errungen werden und ist kein Privileg der Heutigen. Der große Gelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz etwa hat in seinen 1697 erschienenen Novissima Sinica (etwa: Das Neueste von China) die Vorstellung entwickelt, dass die eurozentrische Belehrungsgesellschaft sich in Bezug auf China in eine Lerngesellschaft transformieren solle. Voneinander zu lernen, jeder vom anderen, das ist sicherlich gleichzeitig tieferer Sinn und schönster Nebeneffekt jeder Zusammenarbeit. Leibniz hat uns ein schönes Motto mitgegeben. Er schrieb: „Tauschen wir die Gaben aus und entzünden wir Licht am Lichte.“
 
In diesem Sinn freuen wir uns auf die Arbeit in unserem deutsch-chinesischen Bündnis im vor uns liegenden Jahr und auf den 24. März.
 
Bleiben Sie gesund und bleiben Sie gut gelaunt und zuversichtlich!
 
Wir grüßen herzlich ins Homeoffice
 

Friedhelm Ost                           Ernst Schwanhold

Staatssekretär a.D.                 Staatsminister a.D.

Neujahrsgrüße unserer chinesischen Freunde

„Nach dem außergewöhnlichen Jahr 2020 beginnt das Jahr 2021 mit unserer Hoffnung auf die Zukunft. Anlässlich des Abschieds des alten und der Begrüßung des neuen Jahres möchte ich im Namen des Sekretariats der Chinesisch-Deutschen Industrieallianz (ISA) Ihnen von Herzen für Ihre Unterstützung bei der Allianz und der Arbeit des Sekretariats im vergangenen Jahr danken“ - mit diesen Zeilen leitet Frau Liu Yi, Generalsekretärin der Chinesisch-Deutschen Industrieallianz, ihre Neujahrswünsche an die deutschen Mitgliedsstädte ein.

Lesen Sie mehr: Link

Die Chinesisch-Deutsche Industriestädteallianz (ISA) wünscht alles Gute zum Frühlingsfest

Auch Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost, der mit der PKS GmbH die deutsche Seite der ISA vertritt, sendete gute Wünsche zum Frühlingsfest nach Foshan. „Das Jahr 2021 stellt weiterhin große Herausforderungen für die Bewältigung der Pandemie. Wir blicken aber mit großer Zuversicht und Optimismus auf das neue Jahr und werden in guter und vertrauensvoller Zusammenarbeit in der ISA diese Herausforderungen angehen, um so die ISA noch stärker zu machen und die Menschen miteinander zu verbinden“, so seine Perspektive für das unter dem Zeichen des Büffels stehende neue chinesische Jahr.
 
Lesen Sie mehr: Link

2. ISA-Videokonferenz der Wirtschaftsförderungen und Beiräte am 24. März

Welche Möglichkeiten sich für die deutschen ISA-Städte in China im Bereich Energie und Wasserstoff ergeben, das werden wir in unserer Fachtagung am 24. März erörtern. Denn auch in China stehen diese Themen weit oben auf der Prioritätenliste: Im September 2020 erklärte Präsident Xi Jinping vor der UN-Generalversammlung, China verpflichte sich bis zum Jahr 2060 klimaneutral zu werden. Die neue Marschrichtung forciert den Ausbau erneuerbarer Energien. So  rechnet die Global Energy Interconnection Develop-ment and Cooperation Organization (GEIDCO) in Beijing mit einem jährlichen Ausbau der Windkraftkapazitäten um etwa 50 Gigawatt auf 540 Gigawatt im Jahr 2025 und der Solarenergiekapazitäten von jährlich 60 Gigawatt auf 560 Gigawatt. Bereits Ende Mai letzten Jahres verabschiedete der Volkskongress in Peking den landesweiten wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsplan für 2020, darin enthalten ist erstmalig auch die Formulierung eines „nationalen, strategischen Plans für die Entwicklung der industriellen Wasserstoffindustrie“. Auch Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt bis 2050 C02-neutral zu werden und im Zuge dessen die nationale Wasserstoffstrategie in Gang gesetzt. Wasserstoff bietet große Chancen für Kooperationen und Handelsbeziehungen entlang neuer Wertschöpfungsketten. Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch!

Lesen Sie mehr: Link

China startet nationalen CO2-Handel

Bereits seit 2012 unterstützt das Bundesum-weltministerium (BMU) China über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) bei der ETS-Entwicklung mit dem von der Gesellschaft für internationale Zusammen-arbeit GmbH (GIZ) durchgeführten Vorhaben „Capacity Building zur Unterstützung des Aufbaus eines nationalen Emissions-handelssystems (ETS) in China“. Nun hat das chinesische Ministerium für Ökologie und Umwelt (MEE) am 5. Januar 2021 den Beginn der ersten Verpflichtungsperiode des nationalen Emissionshandelssystems (ETS) bekannt gegeben. Das Gesetz dazu trat am 1. Februar in Kraft. Damit werden 2.225 Unternehmen aus dem Energiesektor verpflichtet, ihre Emissionen zu messen und für jede ausgestoßene Tonne CO2 eine Emissionsberechtigung abzugeben. Das nationale Emissionshandelssystem reguliert jährlich rund 3,5 Gigatonnen CO2 und ist damit größer als das europäische System EU
 ETS.

Lesen Sie mehr: Link

Chinas Strategien für eine nachhaltige Entwicklung

Umwelt- und Klimapolitik spielen mittlerweile auch in China eine immer größere Rolle. Ist das auch jetzt nach dem schwierigen Corona- Jahr in China noch so? Dieser Fragen gehen Anna Holzmann und Nils Grünberg in einem MERICS China Monitor nach. Dabei analysieren sie insbesondere die Rolle technologischer Innovation und den Umbau der chinesischen Fertigungsindustrie.

Lesen Sie mehr: Link

Der Duisburger Hafen gewinnt für die Logistik der Seidenstraße immer mehr an Bedeutung 

Nordrhein-Westfalen gilt als einer der führenden Umschlagplätze in Europa – und dazu trägt auch die neue Seidenstraße entscheidend bei. Neben Duisburg mit dem größten Binnenhafen Europas, sind mittlerweile auch Neuss und Köln direkt an die Logistikroute nach China angeschlossen, so ist es in einer Mitteilung von NRW.Global Business nachzulesen.

Lesen Sie mehr: Link

Meldung aus dem ISA-Sekretariat

Am 3. Februar unterzeichnete die LUQOM Gruppe (Lampenwelt), der erste vertikal integrierte Online-Händler für Beleuchtungsprodukte in Europa, eine Kooperationsvereinbarung mit Poly Real Estate und ist damit offiziell in der Foshan Chinesisch-Deutschen Industrie Service Zone angesiedelt. Wir gratulieren sehr herzlich!

Vorläufiger Text des Investitionsabkommens EU-China ist nun online einsehbar

Nachdem die EU und China im Dezember 2020 die Verhandlungen über ein umfassendes Investitionsabkommen (CAI) im Grundsatz abgeschlossen haben, wurde am 22.01.2021 der vorläufige Text veröffentlicht. China verpflichtet sich in dem Abkommen dazu, Investoren aus der EU einen umfassenderen Marktzugang als je zuvor zu gewähren, einschließlich einiger wichtiger neuer Marktöffnungen. China verpflichtet sich außerdem, eine fairere Behandlung von EU-Unternehmen in China zu gewährleisten. Nach juristischer Prüfung und Übersetzung wird der Text dem Rat und dem Europäischen Parlament zur Annahme vorgelegt. 

Lesen Sie mehr: Link