ISA-Newsletter - Januar 2021

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,

das gesamte Team von PKS wünscht Ihnen von Herzen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2021. Wir hoffen sehr, dass die COVID-19 Impfungen bald den Weg für ein persönliches Treffen frei machen.

Für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr danken wir Ihnen. Trotz der Beschränkungen durch COVID-19 war unser ISA-Bündnis stets arbeitsfähig, was nicht zuletzt auch Ihrem Engage-ment zu verdanken ist. Insbesondere der Austausch auf unserer ersten virtuellen Fachtagung am 10. Juli 2020 war intensiv und fruchtbar. Sie haben Vorschläge für die weitere Zusammenarbeit eingebracht, die wir seitens PKS bearbeiten und mit unseren chinesischen Partnern erörtern. 

Bedingt durch Corona haben wir uns auch mit unseren chinesischen Partnern in Videoveranstal-tungen bzw. Hybridveranstaltungen ausgetauscht, so zum Beispiel auf der Konferenz der China International Investment Agency (CIPA) am 24. September, bei der deutsche Mitgliedsstädte und Landkreise ihre China-Aktivitäten und ihr Wirtschaftspotential präsentierten. Gemeinsam konnten wir konkrete Erfolge verbuchen, der Kreis Düren und die Stadt Mönchengladbach werden der ISA beitreten. Sobald es wieder möglich ist, werden sie in einer offiziellen Zeremonie in unsere Allianz aufgenommen. Vier leistungsfähige chinesische Städte, Huzhou, Xuchang, Luoyang und Baoding wurden auf der virtuellen ISA-Plenarsitzung am 16. Oktober als neue Mitglieder unseres Bündnisses feierlich begrüßt.

Am 12. Februar beginnt nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Metall-Büffels. Büffel-Jahre gelten als Schicksalsjahre. Der Büffel steht in China als ein Musterbeispiel für Fleiß, Ausdauer, Geduld, Pflichtbewusstsein und Disziplin, er wird wegen dieser Eigenschaften mit herausragendem Erfolg assoziiert. All diese Eigenschaften sowie den damit verbundenen Erfolg wünschen wir auch Ihnen – und dazu noch die eisernen Nerven des Metall-Büffels.

Zum Erstaunen der ganzen Welt hat China die COVID-19-Pandemie bewundernswert schnell überwunden. Davon profitieren viele andere Volkswirtschaften. Die deutsch-chinesische Wirtschaftszusammenarbeit hat sich in der Coronakrise hervorragend bewährt, sie ist jetzt für unser Land wichtiger denn je. Deshalb ist es von größter Bedeutung, dass sich die EU und China nach sieben Jahren Verhandlung auf die Grundzüge eines umfassenden Investitionsabkommens geeinigt haben. Bundeskanzlerin Merkel hatte dies zu einem Hauptziel der deutschen EU-Ratspräsidentschaft erklärt. China hat in dem Abkommen bedeutenden Verbesserungen beim Marktzugang für ausländische Unternehmen zugestimmt und wird weitere Schritte in Richtung Gleichbehandlung, fairer Wettbewerb, Transparenz hinsichtlich Subventionen und Nachhaltigkeit machen. Die EU verzichtet im Gegenzug darauf, die Bedingungen für ausländische Investitionen zu verschärfen. Der stellvertretende chinesische Ministerpräsident und der Exekutiv-Vizepräsident der EU überwachen die Umsetzung und Einhaltung der im Abkommen statuierten Verpflichtungen beider Seiten. Gerade für die deutsche Wirtschaft, die am stärksten mit China verwoben ist, bietet das Abkommen große Chancen. 

Das Investitionsabkommen verbessert auch für unser ISA-Bündnis die Chancen in diesem herausfordernden Jahr 2021. Wir freuen uns darauf, in enger und guter Zusammenarbeit mit Ihnen diese Herausforderungen anzugehen und die Chancen wahrzunehmen.
 
Herzliche Grüße aus dem Home Office! 
 

Friedhelm Ost                       Ernst Schwanhold

Staatssekretär a.D.              Staatsminister a.D.

Die EU und China: Grundsatzeinigung über Investitionsabkommen 

Zum Abschluss von Deutschlands EU-Ratspräsidentschaft erzielten die EU und China doch noch eine Grundsatzeinigung über das fast sieben Jahre verhandelte Investitionsabkommen(Comprehensive Agreement on Investments, CAI). In einer Videokonferenz, an der der chinesische Präsident Xi Jinping, Kommissionspräsidentin von der Leyen, Ratspräsident Michel und Bundeskanzlerin Merkel im Namen des EU-Ratsvorsitzes sowie der französische Präsident Macron teilnahmen, verpflichtete sich China dazu, seine Märkte für Investoren aus der EU mehr als je zuvor zu öffnen. 

EU-Unternehmen sollen im Wettbewerb mit staatseigenen Unternehmen fairer behandelt, Subventionen transparenter gemacht, erzwungener Technologietransfer unterbunden werden. Außerdem erklärte sich China bereit, Bestimmungen für die nachhaltige Entwicklung in Kraft zu setzen. So ist es in einer Pressemeldung der EU vom 30.12.2020 nachzulesen.In einem factsheet hat die EU die Verpflichtungen des Investitionsabkommens anschaulich zusammengefasst. 

Die vollständige Pressemitteilungen und weitere Informationen zum Abkommen finden Sie hier: Link

RCEP: Der asiatisch-pazifische Paukenschlag

China und 14 andere Staaten der Asien-Pazifik-Region haben sich auf die Schaffung der größten Freihandelszone RCEP geeinigt; die Buchstaben stehen für Regional Comprehensive Economic Partnership, also für eine „regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft“. Chinas Präsident Xi Jinping, seit langem Vorreiter der globalen und multilateralen Kooperation, kann dieses neue Bündnis als großen Sieg feiern.
Dieser Freihandelspakt von 15 Staaten mit mehr als 2,2 Milliarden Menschen erstreckt sich auf Länder, die mit 26 Billionen US-Dollar etwa 30 % der Wirtschaftsleistung der Welt erwirtschaften.

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Prioritäten für Chinas Wirtschaft 2021

Obwohl die Volksrepublik China die Pandemie durch schnelle Maßnahmen gut bewältigt hat, muss sich auch die chinesische Wirtschaft erst wieder auf „Normalität“ einstellen und braucht neue Wachstumsimpulse.
2021 ist Startpunkt für den 14. Fünfjahresplan, mit dem China seine Wirtschaft weiter ausbalancieren und langfristig Reformen vorantreiben will. 

Am 18. Dezember 2020  endete Chinas jährliche Central Economic Work Conference (CEWC), auf der die politischen Rahmenbedingungen für das kommende  Jahr festgelegt wurden. 
Die Konferenz ist als das höchste Treffen des Landes zur Binnenwirtschaft und im Finanz- und Bankensektor anerkannt. Auf der Grund-lage der Ergebnisse der Konferenz und des 14. Fünfjahresplans haben die politischen Entscheidungsträger acht Schwerpunkte für das Jahr 2021 gesetzt.

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Die neuesten Wirtschaftsdaten aus China

Chinas Wirtschaft verzeichnet einen anhaltenden Aufwärtstrend. Die wichtigsten Indikatoren dafür veröffentlichte das  Pekinger Statistikamt am 18. Januar 2021: Im vierten Quartal wuchs die chinesische Wirtschaft um 6,5 Prozent und auf das ganze Jahr gesehen um 2,3 Prozent. 

Damit behauptet China seinen Status als einzige große Volkswirtschaft, die im vergangenen Jahr nicht geschrumpft ist.
Für 2021 sagt der IWF China ein kräftiges Wachstum von 7,9 Prozent voraus. Die Produktion in den Industriebetrieben, die im November noch bei 7 Prozent lag, beschleu-nigte sich im Dezember auf 7,3 Prozent. Während die Einzelhandelsumsätze im November um 5 Prozent zulegten, verlang-samte sich das Umsatzwachstum im Dezember auf 4,6 % Prozent. Chinas Wachstum hilft auch deutschen Firmen in der Corona-Krise. Die Pekinger Zollbehörde teilte vergangene Woche mit, dass allein im Dezember die Exporte um 18,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen seien. Die Importe hätten um 6,5 Prozent zugelegt. 

Die zehn innovativsten Regionen in China

Die Provinz Guangdong, in der auch die ISA-Gründungsstadt Foshan gelegen ist, gehört zu den zehn innovativsten Regionen in China. Diese verfügen über die Hälfte der Grundlagenforschungsgelder Chinas.Die ostchinesischen Regionen Chinas liegen im Innovations-Ranking weiterhin vorn und belegen fünf der zehn vordersten Plätze. Aber auch andere Regionen haben Potential. Die aufgeführten Projektbeispiele reichen von Riesendrohnen zur Verbesserung der Niederschlagssituation bis zur Etablierung von Laboreinrichtungen, die nach Fertigstellung pro Tag bis zu einer Million COVID-19 Tests bearbeiten können.

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Deutsche Unternehmen profitieren von Chinas Konjunkturerholung

Unaufhaltsam geht die konjunkturelle Erholung Chinas nach der Pandemie weiter. Das zeigt der Einkaufsmanagerindex, der jeden Monat von der Mediengruppe Caixin und den Datenanalysten von IHS Markit erstellt wird (Caixin China General Manufacturing Purchasing Managers' Index - abgekürzt PMI).

Der PMI ist ein Konjunkturbarometer für die Produktion in chinesischen Fabriken und spiegelt die Aktivität in kleineren und mittleren Industrie-Unternehmen wider. Der Index stieg im November auf 54,9 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit zehn Jahren. Für europäische und insbesondere für deutsche Unternehmen sind das gute Nachrichten, denn fast die Hälfte aller EU-Exporte nach China kamen 2019 aus Deutschland. Besonders die deutschen Auto-und Maschinenbauer exportieren viel ins Reich der Mitte.

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Schon 2028 wird China die USA als weltgrößte Volkswirtschaft ablösen 

Britische Wirtschaftsexperten erwarten, dass China bereits 2028 die USA als weltgrößte Volkswirtschaft ablösen wird. Das erläutert das Centre für Economics and Business Research (CEBR) in seinem Jahresbericht vom Dezember 2020. Einer der Gründe dafür ist Chinas schnellere Überwindung der Corona-Pandemie. Das CEBR prognostiziert für die Volksrepublik China für die Jahre 2021 bis 2025 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 5,7 Prozent, für die Jahre 2026 bis 2030 von 4,5 Prozent. Der über 200 Seiten starke Bericht umfasst Wachstumsprognosen sowie die Beschreibung der Auswirkungen der Corona-Krise in fast 200 Ländern.

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Chinas wichtigste Feiertage 2021 

Geschäftstermine in China legt man besser nicht zu dicht um den Nationalfeiertag und erst recht nicht um das Chinesische Neujahrsfest, da die meisten chinesischen Geschäftspartner dann nicht mehr oder noch nicht wieder erreichbar sind. Terminprobleme kann es auch während der heißen und feuchten Jahreszeit geben. Diese Informationen sowie aktuelle Sicherheitshinweise und einige Dos and Don’ts im Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern können Sie auf der Website von Germany Trade & Invest (GTAI) nachlesen. 

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