ISA-Newsletter - Juli 2020

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,
 
unsere ISA-Fachkonferenz am 7. Juli wurde erstmals als Webinar durchgeführt. Sie hat seitens der Wirtschaftsförderer der deutschen ISA-Mitgliedstädte viel Zuspruch gefunden und neue Ideen erbracht. Dafür bedanken wir uns herzlich.
 
Für uns war es beeindruckend zu sehen, wie flexibel, einfallsreich und engagiert Sie als Wirtschaftsförderer der deutschen ISA- Städte der Coronakrise und ihren Folgen begeg-nen und auch in schwierigen Zeiten Wege finden, die Wirtschaft und die Unternehmen ihrer Städte zu unterstützen. Sie haben uns immer wieder versichert, dass Sie die ISA auch als eine Wissensplattform sehen, die es Ihnen ermöglicht, von Kolleginnen und Kollegen zu lernen und sich inspirieren zu lassen. Diesem Anspruch ist die Fachkonferenz in besonderer Weise gerecht geworden.
 
Klar geworden ist dabei auch, dass die ISA-Städte und ihre Wirtschaftsförderer weiterhin mit Entschiedenheit auf das China-Geschäft und auf unser ISA-Bündnis setzen - gerade in Corona-Zeiten. Achim Hartig, Managing Director von Germany Trade & Invest, hat zurecht darauf hingewiesenn, dass der chinesische Markt sich schnell erholt und in bewundernswerter Weise mit der Krise fertig geworden ist.
 
Deutsche Unternehmen stellen ihre China-Investitionen in der Krise vielleicht "on hold", aber sie halten grundsätzlich daran fest. Die chinesischen Investitionen sind nach einem Hoch in 2019 zwar zahlenmäßig zurückgegangen, jedoch berichten mehrere ISA-Städte, dass sie qualitativ und technologisch hochwertiger seien als je zuvor. Aktuell gibt es in den ISA-Städten trotz Corona- Krise konkrete Kooperationsanfragen deutscher Unternehmen in Richtung China, aber auch umgekehrt, die wir gerne im Rahmen der ISA unterstützen und begleiten werden.
 
Den Vorschlag, innerhalb der ISA kleinere Arbeitsgruppen zu besonderen Wirtschafts-bereichen und -themen zu bilden, damit die jeweiligen deutschen und chinesischen Städte ihre spezifischen Stärken zusammenbringen können, nehmen wir gerne auf .Wir möchten dazu mit Ihnen zusammen ein Konzept erarbeiten. In der Umsetzung könnte diese Idee zu zwar kleineren, aber hochspezialisierten deutsch-chinesischen Veranstaltungsformaten mit hohem " Matchmaking-Effekt" führen.
 
Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen und grüßen herzlich aus Berlin.

 

Friedhelm Ost                                      Ernst Schwanhold

Staatssekretär a.D.                            Staatsminister a.D.

Regionale Kooperationen wie die ISA stärken chinesisch-deutsche Wirtschaftsbeziehungen 

Schneller als in anderen Ländern ist die Industrieproduktion in China nach dem Corona-Lockdown wieder angelaufen.
Im zweiten Quartal lag die Wirtschafts-leistung um 3,2 Prozent über dem Vor-jahreswert, der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg im Juni 0,5 auf 51,2 Punkte.In einer aktuellen Wachstumsprognose der Weltbank wird für das gesamte Jahr 2020 immerhin ein Plus von einem Prozent vorausgesagt, während die Wirtschaftsleistung andernorts einbricht. 
Mit Jens Hildebrandt, der seit vielen Jahren in China lebt, und als Delegierter der Deutschen Wirtschaft in Beijing und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer (AHK) für Nordchina, direkten Einblick in die Veränderungen des chinesischen Marktes hat, haben wir ein Gespräch zur aktuellen Entwicklung geführt.

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Zitat des Monats

                                                                              

„Europa und China müssen stärker

zusammenarbeiten, nicht weniger."

 

  Jeffrey Sachs, US-amerikanischer Ökonom

 Focus-Online 03.07.2020

Chinas digitale Plattformökonomie

Der Aufbau einer digitalen Plattform-ökonomie ist ein Hauptziel chinesischer Wirtschaftspolitik. Damit kommt ein starker Konkurrent auf den Markt, andererseits bieten sich auch große Chancen für deutsche Unternehmen, vor allem bei der Digitalisierung der Industrie.

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China führend in der Batterieproduktion

Experten gehen davon aus, dass im Jahre 2030 über 70% der Lithium-Ionen-Batterien aus der chinesischen Fertigung kommen werden; diese Batterien sind das zentrale Speichermedium für Elektroautos. In den nächsten zehn Jahren – so die Prognose der Analysefirma Benchmark Minerals – werden weltweit 142 Großfabriken dafür errichtet werden: über 70 % entfallen auf China, 8,5 % auf die USA und 6,8 % auf Deutschland.
Ein großes Batteriewerk wird auch das chinesische Unternehmen CATL in Erfurt bauen. Die Volkswagen AG will sich in der Batteriefertigung in China mit einer Investition in Höhe von über 1 Mrd.€ engagieren und sich so mit über 26 % am Batterieproduzenten Gotion High-Tech beteiligen.

Neue Negativlisten für ausländische Investoren

China hat einen weiteren Schritt zur Gleichstellung inländischer und ausländischer Investitionen getan.
Die sog. Negativlisten, die ausländische Investitionen verbieten oder verhindern, wurden zusammengestrichen. Die neue Fassung der Negativliste ist ab dem 23. Juli anwendbar

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Kurioses: Weltweit erster Roboter-Restaurantkomplex in Guangdong

Foshan. Am 22. Juni eröffnete in Shunde der erste Roboter-Restaurantkomplex. Die Qianxi Group, ein Tochterunternehmen von Country Garden, errichtete das mit neuester fortschrittlicher Technologie ausgestattete Restaurant auf einer Fläche von 2.000 m2. Die 200 Menüpunkte können innerhalb von 20 Sekunden serviert werden. Am Tag der Eröffnung unterzeich-nete Qianxi Group auch eine Kooperations-vereinbarung mit Siemens (China) zu einer langfristigen strategischen Partnerschaft u. a. zur Förderung der digitalen Entwicklung des Smart Dining-Segments.

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