ISA-Newsletter - Juli 2021

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,
 
die starke Binnenwirtschaft und das gute Exportgeschäft haben dafür gesorgt, dass die chinesische Wirtschaft auch im ersten Halbjahr 2021 erfolgreich war. Chinas Wirtschaft ist die Lokomotive, die maßgeblich dazu beiträgt, die Weltwirtschaft in der Corona-Krise aus dem Konjunkturtal zu ziehen.

Die Digitalisierung des verarbeitenden Sektors ist ein wesentliches Ziel des 14. Fünfjahresplans. Vor allem der Maschinenbau in China kann von der Modernisierung traditioneller Branchen profitieren. Diese Schwerpunktsetzung wird auch den im Maschinenbau traditionell starken deutschen Unternehmen große Chancen auf dem chinesischen Markt eröffnen.

Als weiteres Feld der Zusammenarbeit bietet sich die Digitalisierung im Gesundheitswesen an. Die Corona-Krise hat die Notwendigkeit dieser Digitalisierung deutlich gemacht und ihre Dringlichkeit unterstrichen. China ist auf diesem Gebiet schon recht weit. Die deutschen Medizintechnik-Anbieter werden sich auf diese Anforderungen einstellen müssen, was aber zugleich ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit stärken wird. Das chinesische Schriftzeichen für Krise versinnbildlicht dies eindrücklich: Es beinhaltet zwei Silben, die einzeln gelesen Gefahr und Chance bedeuten.

Deutschland und China sind wichtige Handelspartner. Trotz der Pandemie hat der Handel zwischen China und Deutschland weiter zugenommen. Dies ist ein erstaunlicher Erfolg, der nur auf der Grundlage einer Vielzahl gewachsener und vertrauensvoller Geschäftsbeziehungen erreichbar war. 2020 war China zum fünften Mal in Folge Deutschlands größter Handelspartner.

Ein Bündnis von Industriestädten wie die ISA ist ein hervorragendes Instrument, um die wirtschaftlichen Chancen der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit zu nutzen. Die deutsche kommunale Selbstverwaltung einschließlich einer eigenständigen Wirtschaftsförderung ist nach unserer Überzeugung einer der Hauptgründe für den wirtschaftlichen und politischen Erfolg Deutschlands sowie für die im internationalen Vergleich sehr hohe Stabilität unseres Landes.
Starke Unternehmen, die nicht selten als „hidden Champions“ Weltmarktführer auf ihrem Spezialgebiet sind, haben sich in ganz Deutschland angesiedelt. Das ist vor allem ein Verdienst der kommunalen Selbstverwaltung. Räte und Verwaltungen deutscher Städte pflegen einen engen Kontakt zu ihren Unternehmen und sind wichtige Partner, wenn es um B2B-Kontakte geht. Auch in China haben die Oberbürgermeister und ihre Mitarbeiter, spezielle Zuständigkeiten, Alleinstellungsmerkmale und Ziele. Denn in unserer globalen Wirtschaft gilt: All business is local. 

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen die Chancen dieses Städtebündnisses ISA wahrzunehmen.
 
 
Mit herzlichen Grüßen

 

Friedhelm Ost                                             Ernst Schwanhold
Staatssekretär a.D.                                    Staatsminister a.D.

 

Pilotprojekte der Deutschen Energie Agentur (dena) als Leuchttürme für energieeffizientes Bauen in China

Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes in Städten ist eine wichtige Grundlage um die Klimaziele, wie sie aktuell die Europäische Union ambitioniert in ihrem „Fit for 55-Plan“ formuliert hat, zu erreichen. Globale Anstren-gungen sind dazu nötig, denn Gebäude sind für 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs sowie 50 Prozent des Verbrauchs von natürlichen Ressourcen verantwortlich. Die dena hat dazu bereits einige Projekte auf den Weg gebracht.
Frau Ang Ye ist Team Leader Energy-Efficient Buildings China bei der Deutschen Energie-Agentur (dena) und stand der ISA-Newsletter Redaktion dazu in einem Interview Rede und Antwort.

Lesen Sie mehr: Link

Internationale Startups zur Zusammenarbeit gesucht

Das Kooperationsprojekt DOaccelerate der ISA-Mitgliedsstadt Dortmund bringt den Mittelstand in und rund um Dortmund mit internationalen Startups zusammen und bietet den Rahmen für eine intensive einwöchige Zusammenarbeit zur Erarbeitung einer kon-kreten Problemlösung. Ziel ist es, Unter-nehmensherausforderungen und passgenaue Lösungen internationaler Startups zusammen zu bringen.
Bewerbungs-Deadline für die internationalen startups zur Lösung einer Challenge ist der 15.8.2021.
Hier können Sie sich anmelden: Link

Hier finden Sie weitere Infos zum Projekt: Link

Wuppertal: Hidden Champions im Dialog mit China

Per Live-Stream lieferten Unternehmen aus Wuppertal und China, die seit Jahren im Land der Mitte aktiv sind, Einblicke in Geschäfts-modelle und Managementprozesse.
Oberbürgermeister Uwe Schneidewind beton-te, dass Deutschland und China auch in Zukunft wichtige Handelspartner seien. „Um die globalen Herausforderungen wie Kreislauf-wirtschaft und Klimawandel zu meistern, brauchen wir die Zusammenarbeit starker Unternehmen. Wir brauchen aber auch starke Städtekooperationen“, so Schneidewind. Die Wissenschaft und der Wissenstransfer spielen hierbei eine starke Rolle. „Innovationen entstehen am besten im internationalen Zusammenspiel“, so der Oberbürgermeister. 
Um diesen Worten gleich Taten folgen zu lassen, unterzeichneten Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Yaojun XU, Direktor der China International Investment Promotion Agency (CIIPA Germany), eine gemeinsame Absichtserklärung zur weiteren internationalen Zusammenarbeit.

Lesen Sie mehr: Link

Schnellster Zug der Welt bald in China

Mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 600 km pro Stunde wird die schnellste Magnetschwebebahn der Welt voraussichtlich in fünf Jahren durch China rauschen.
Am 20. Juli hat der erste Zug des chinesischen Staatskonzerns CRRC die Produktionslinie in der ostchinesischen Stadt Qingdao verlassen, das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Chinas Staatsrat bezeichnete die Fertigstellung des Zuges als „eine große Errungenschaft in der Entwicklung des Schienenverkehrs des Landes“. 
Die Vorzüge der Hightech-Bahn seien hohe Geschwindigkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit sowie seine große Fahrgastkapazität, Umwelt-freundlichkeit und geringe Wartungskosten. Der Zug schließe die Lücke zwischen konventionellen Hochgeschwindigkeitszügen, deren Betriebsgeschwindigkeit immerhin schon 350 Kilometer pro Stunde beträgt, und Flugzeugen, die zwischen 900 und 1000 Kilometer pro Stunde fliegen, so Liang Jianying, stellvertretender Geschäftsführer und Chefingenieur von CRRC Qinagdao Sifang. Allein die Fahrzeit zwischen Beijing und Shanghai soll mit der Magnetschwebebahn von derzeit fünf auf zweieinhalb Stunden verkürzt werden.
Nun soll der Zug zunächst noch mehrere Jahre getestet werden, bevor er in Dienst gestellt wird. 

Auch die Strecken für die Magnetschwebe-bahn müssen erst noch gebaut werden. 
Die Nachfrage der dichtbesiedelten Metro-polen nach einer Hochgeschwindigkeits-Personenbeförderung mit hoher Kapazität sei bereits jetzt sehr groß, so Feng Hao, Forscher am Institut für umfassendes Transportwesen der Nationalen Entwicklungs- und Reform-kommission. 
 
Bereits 2002 wurde die erste Magnet-schwebebahn, der Transrapid, nach China geliefert. Er verbindet die Strecke vom Shanghaier Flughafen Pudong mit dem Messezentrum. Die Hersteller waren  damals die deutschen Firmen Siemens und Thyssenkrupp. 

Bessere Verbindung zwischen JadeWeserPort und China

Wilhelmshaven: Eine intensive Kooperation wird es in Zukunft zwischen dem Jade-WeserPort in Wilhelmshaven und der Volks-republik China geben. Dafür sind bereits zwei Verträge unterzeichnet worden - zum einen mit der chinesischen Hafenbetriebsgesellschaft Hefei International Land Port; damit soll der Containerzugverkehr zwischen der chine-sischen Provinz Anhui und dem Jade-WeserPort ausgebaut werden. Zum anderen wird mit China Logistics, einer der größten Logistikfirmen, ein Logistikzentrum geplant. 
Der Wirtschaftsminister des Landes Nieder-sachsen, Bernd Althusmann, bewertete die Unterzeichnung der Kooperationsverträge als "ein starkes Zeichen für ein von gegenseitigem Vertrauen geprägtes Interesse".