ISA-Newsletter - Juni 2020

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,
 
der durch das Corona-Virus erzwungene Lockdown hat die gesamte Weltwirtschaft sehr hart getroffen. Viele Unternehmen mussten ihre Produktionsanlagen stoppen, der Außen-handel fiel so stark wie nie zuvor zurück, die Umsätze im Einzelhandel brachen ein, die Zahl der Arbeitslosen erreichte neue Höhen. Überall werden nun Rettungspakete von den Regierungen auf den Weg gebracht, um die Konjunktur wieder anzukurbeln und neues Wirtschaftswachstum zu generieren.

Die jüngsten Nachrichten aus der Volksrepublik China machen Hoffnung: In einigen Branchen sind dort 80 bis 90 % der Belegschaften zurück in den Betrieben. Wenn auch das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft im 1. Quartal dieses Jahres deutlich einbrach, so erwarten Experten für 2020 insgesamt doch ein Plus beim Bruttoinlands-produkt von 4 bis 5 %. Viele deutsche Manager sind inzwischen in ihre Firmen nach China zurückgekehrt. Manche deutsche Unternehmen machen 30, 40 oder mehr Prozent ihres Umsatzes auf dem chinesischen Markt. Gerade in dieser Krisenzeit haben sie gemerkt, wie wichtig ihre Investitionen, Beteiligungen, Niederlassungen und Joint Ventures in China sind.

Für die Europäische Union und insbesondere für Deutschland ist die Volksrepublik China inzwischen zum wichtigen Wirtschaftspartner geworden. 1975 nahmen China und die EU diplomatische Beziehungen auf. Die gegenseitigen Beziehungen sind stabil und koopera-tiv. Bei dem nächsten EU-Gipfel sollten unter der deutschen Ratspräsidentschaft weitere Fortschritte angestrebt werden. Der chinesische Außenminister Wang Yi hat gerade jüngst die Absicht bekundet, "die Verhandlungen über das Investitionsabkommen noch in diesem Jahr abzuschließen, was sowohl für China als auch für die EU vorteilhafte Kooperationschancen in neuen Bereichen wie Verbindung und Vernetzung, Umweltschutz, digitale Wirtschaft und Künstliche Intelligenz mit sich bringen würde."
Die Unternehmen in den 20 deutschen Städten, die der ISA angehören, werden von den guten Wirtschaftsbeziehungen zu China profitieren können. Über die ISA ist es möglich, Partner in den 23 chinesischen Mitgliedsstädten zu finden.

Wir werden gemeinsam mit dem ISA-Sekretariat in Foshan die Anstrengungen noch verstärken, damit diese Partnerschaft zur soliden Win-win-Entwicklung für Firmen in beiden Ländern führen wird. Gemeinsam wird sich die Corona-Krise am besten überwinden und meistern lassen. 
 
 
Mit herzlichen Grüßen

 

Friedhelm Ost                                       Ernst Schwanhold

Staatssekretär a.D.                             Staatsminister a.D.

ISA-Videokonferenz der Wirtschaftsförderungen und Beiräte

Eigentlich wollten wir uns bereits im April zu einer Fachtagung  der Wirtschafts-förderer der Chinesisch-Deutschen Industriestädteallianz (ISA) in Neuss treffen - bedingt durch Corona mussten wir davon Abstand nehmen. Unsere nächste Begegnung wollen wir nun aber nicht mehr auf die lange Bank schieben. Am 7. Juli 2020, 10:00 bis 12:00 Uhr laden wir Sie ein, sich mit uns digital via Zoom über Neuigkeiten in der ISA, in China und bei Ihnen in den Städten auszutauschen.

Bundeskanzlerin Merkel: China ist wichtiger strategischer EU-Partner

"Europas Beziehungen zu China werden weiterhin im Mittelpunkt unserer EU-Ratspräsidentschaft stehen", dies hob Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Regierungserklärung am 18. Juni im Deutschen Bundestag hervor und erläuterte weiter: "Die Entscheidung, das für den 14. September in Leipzig geplante EU-China-Treffen aufgrund der Pandemie zu verschieben, ist uns nicht leicht gefallen."

Die Bundeskanzlerin ist sich mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und mit dem Präsidenten des Europäischen Rates Charles Michel einig, dieses Treffen bald nachzuholen. Denn gerade gegenüber einem strategischen Partner wie China sei es - so Angela Merkel - wichtig, dass Europa mit einer Stimme aller 27 Mitgliedstaaten spricht. Sie plädierte für einen offenen Dialog, bei dem gemeinsam mit China an so wichtigen Themen wie dem Abschluss eines Investitionsabkommens, Fortschritten im Klimaschutz und der gemeinsamen Rolle in Afrika weitergearbeitet werden soll: "Diesen Dialog werden wir auch in der deutschen Ratspräsidentschaft fortsetzen und hoffentlich auch als Ergebnis für Klimaschutz, Freihandel und Multilateralismus erzielen". 
Die deutsche Bundeskanzlerin hat seit dem Ausbruch der Pandemie-Krise bereits dreimal mit Staatspräsident Xi Jinping telefoniert, zuletzt Anfang Juni: Das spiegelt ein tiefes gegenseitiges politisches Vertrauen wieder, betonte Xi.

Lesen Sie mehr: Link

Positive Perspektive für China

Die Weltwirtschaft ist durch die Pandemiekrise tief abgerutscht. In den großen Industrieländern werden intensive Bemühungen unternommen, um mit großen Milliarden-Programmen aus dem Tal der Rezession herauszukommen. Gute Chancen geben Wirtschaftsexperten vor allem der Volksrepublik China, die Krise in einem überschaubaren Zeitraum wieder hinter sich zu lassen. Zuvor ist das Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal diesen Jahres um 6,8 % geschrumpft, doch erwartet die Weltbank für das Gesamtjahr noch immer ein positives Wachstum. Die chinesischen Unternehmen kehren mehr und mehr zur Normalität zurück; 40 % werden ihr zu Jahresbeginn geplantes Investitionsniveau beibehalten. Die Nachfrage der Konsumenten nimmt wieder zu, das tägliche Leben normalisiert sich wieder.

Chinas Weichen für 2020

Am 3. Juni stellte der chinesische Botschafter Wu Ken in einer Webkonferenz die Ergebnisse der Jahrestagungen der chinesischen Regierung vor. Die Tagungen hatten wegen Corona erstmalig seit 35 Jahren erst im Mai stattgefunden. 5000 Delegierte aus allen Landesteilen und Berufsgruppen waren zu den Tagungen gekommen. Die Auswirkungen des Lockdown im ersten Quartal 2020 seien für für China immens gewesen, so der Botschafter. Nun versuche die Volksrepublik China sukzessive die Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Die chinesische Binnenwirtschaft gewinne seit April zunehmend an Dynamik und die ersten ermutigenden Anzeichen seien schon sichtbar. Die enge Verflechtung der chinesischen Wirtschaft mit der Weltwirtschaft ließen allerdings keine zuverlässi-gen Prognosen zu, da die Unwägbarkeiten der Pandemie zu groß seien, so der Botschafter Wu Ken. Daher setze sich die Regierung in ihrem Bericht auch kein BIP-Wachstumsziel. Damit sich die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr stabil und gesund entwickeln könne, habe die chinesische Regierung nun ein Konzept unter dem Titel "Sechs Sicherheiten" vorgelegt. Sowohl Arbeitsplätze als auch die Grundversorgung der Bevölkerung, der Marktteilnehmer, die  Ernährung, die Energieversorgung und Produktionsketten sollten gesichert werden. Insgesamt 90 konkrete Maßnahmen in acht Bereichen würde die Regierung ergreifen.
Darüber hinaus wolle China auch die Öffnung nach außen vorantreiben, so sei es auf der Jahrestagung des Volkskongress beschlossen worden. Mit Blick auf die Zukunft würden sich deutschen Unternehmen in der Zusammenarbeit mit China vier Chancen bieten.

Lesen Sie mehr:  Link

Telekom setzt weiter auf Huawei

Die Deutsche Telekom will auch in Zukunft beim 5G-Ausbau auf die Beteiligung von Huawei setzen. Das chinesische Unternehmen sei im Bereich der Mobilfunktechnologie ein wichtiger Ausrüster. Ein Ausschluss von Huawei bei 5G würde nämlich einen Rückbau bei 4G zur Folge haben und Deutschland dadurch massiv zurückwerfen. Sowohl die deutsche Regierungschefin Angela Merkel als auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier befürworten die Beteiligung von Huawei, um Nachteile für die deutsche Wirtschaft zu vermeiden.

Deutsche Maschinenbauer setzen auf China

Der deutsche Maschinenbauverband VDMA hat in seiner sechsten Blitz-Umfrage bei seinen Mitgliedern, die Standorte in China haben, festgestellt: Der chinesische Markt ist für die Maschinenbauer wieder auf dem Weg zur Normalisierung.

Nur 22 % der befragten Firmen bemerken die Auswirkungen der Corona-Krise jetzt noch als groß; im April und März waren es etwa 50 bis 60 %. 25 % der Unternehmen schätzen die Auswirkungen als nur noch gering ein. Rund ein Drittel der Maschinenbauer erwarten, dass die Wachstumsziele für 2020 zu erreichen sind. Dabei setzen sie große Hoffnungen insbesondere auf die staatlichen Konjunkturanreize in China und auf die unerwartet schnelle Erholung des chinesischen Marktes.
Mit einem starken Aufschwung in China rechnen die deutschen Maschinenbauer für das 1. Halbjahr 2021.

Lesen Sie mehr: Link

Neue ausländerrechtliche Rahmenbedingungen für Fachkräfte aus Drittstaaten

Am 1. März 2020 ist das Fachkräfte-einwanderungsgesetz (FEG) in Kraft getreten. Da sich der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren stark gewandelt hat, wird mit dem neuen Gesetz der Arbeitsmarktzugang für Fachkräfte aus Staaten außerhalb der Europäischen Union erweitert und damit auch erleichtert.
Im folgenden Interview schildert der erfahrene Rechtsanwalt Claus Brockhaus, Geschäftsführer der Kanzlei Brockhaus & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Frechen, Einzelheiten der neuen Regelungen.

Lesen Sie mehr: Link

Deutsche Unternehmer beim Drachenbootfest in Sanlongwan in Foshan

Am 20. Juni fand das deutsch-chinesische Drachenbootfest in Sanlongwan statt. Die Veranstaltung an der 10 deutsche Unternehmen teilnahmen, wurde vom Verwaltungsaus-schuss der Chinesisch-Deutschen Industrie Service Zone der Stadt Foshan organisiert und durchgeführt. Beim Besuch des Drachenbootclubs Lecong  erfuhren die Teilnehmer im Trophäenraum zunächst einiges über die Drachenbootkultur. Nach kurzer Anleitung gingen die Gäste schließlich in drei Drachenbooten ins Rennen. 
Eine Visite des Park entlang des Dongping-Flusses stand ebenfalls auf dem Programm und wie man Zonghi (Klebreisknödel) - die traditionelle chinesische Spezialität zum Drachenbootfest - herstellt, das lernten die Gäste anschließend im deutschen Restaurant. Beim Dinner berichtete Herr Xixiong ZHU, stellvertretender Direktor des Verwaltungsausschusses, über die Geschichte des Drachenbootfests und informierte die deutschen Unternehmer über aktuelle Entwicklungen und Kooperationen in Sanlongwan in Foshan, dabei hob er die guten Investitionsmöglichkeiten besonders hervor. 

Bildnachweise:
pixabay Everest.design; bilderseo.com; Pexels-J.Chan; pixfuel-rails;
 5 G City auf Smartphone-Chr. Scholz.flickr;pixabay-pavlofox; pixabay-sasint;
Brockhaus & Kollegen; ISA-Sekretariat;