ISA-Newsletter - Mai 2020

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,

Wirtschaft und Gesellschaft kehren nach der Lockerung der Covid-19-Restriktionen in vorsichtigen Schritten zu einem "new normal" zurück. Gleiches gilt auch für die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland.
 
Beide Länder unternehmen auf ihre Weise große Anstrengungen, um die wirtschaftlichen Schäden von Covid-19 zu mildern und einen Neustart zu ermöglichen. China senkt die Zinsen, um die Wirtschaft liquide zu halten, es reduziert gleichzeitig die Mindestreserve der Banken und hat Steuererleichterungen, zum Beispiel die Verringerung der Mehrwertsteuer, beschlossen.
 
Dies wird auch deutschen Unternehmen, die sich im chinesischen Markt engagieren, zugutekommen. Gleichzeitig wird für Ausländer der Zugang zum chinesischen Finanzsektor erleichtert.
 
Die aktuelle VDMA-Umfrage bei deutschen Unternehmen in China weist auf eine schrittweise Verbesserung der Lage hin; sie erscheint den Firmen zumindest besser beherrschbar als noch im März. Allerdings unterscheidet sich die Situation und Betroffenheit im Einzelfall und je nach Branchenzugehörigkeit. Der Maschinenbau zum Beispiel hat unter dem Einreisestopp für deutsche Fachkräfte gelitten. Manche Inbetriebnahme musste ausfallen, weil die erforderlichen Spezialkräfte nicht einreisen konnten. Da ist es eine gute Nachricht, dass Ende Mai ein erster Flug mit 200 deutschen Mitarbeitern nach China stattfinden konnte. Weitere Flüge in beide Richtungen mit Mitarbeitern und Spezialkräften sollen in Abstimmung der beiden Regierungen folgen. Beide Seiten bemühen sich um pragmatische Lösungen.
 
Von einer Normalisierung der Beziehungen im Tourismusbereich sind wir  -verständlicher-weise - allerdings noch weit entfernt. Das ist ein herber Einschnitt für beide Seiten,vor allem für die deutsche Tourismuswirtschaft. Denn China ist für viele Deutsche zum beliebten Reiseland geworden. Auch viele Menschen aus China können und wollen sich eine Auslandsreise leisten. Die Rentnerinnen und Rentner Chinas, die in aller Regel erheblich jünger in Ruhestand gehen als in Deutschland und Europa üblich, finden in besonderer Weise auch die Zeit dazu. Im letzten Jahr sind weit über 150 Mio. Chinesen ins Ausland gereist.
 
Das " back to new normal" gilt auch für die hohe Politik: Botschafter  Wu Ken hat in diesen Tagen seiner Hoffnung Ausdruck gegeben, dass der für September 2020 geplante EU-China-Gipfel in Leipzig termingerecht stattfinden kann; er wird bereits intensiv vorbereitet. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Rede zur EU-Ratspräsident-schaft bei der Aufzählung der Aufgaben und Ziele die aktive Gestaltung des Verhältnisses zu China an erster Stelle genannt. Vor allem hofft sie auf Fortschritte beim Abschluss eines gegenseitigen Investitionsabkommens.
 
Liebe Freunde der ISA,
 
wir wünschen Ihnen alles Gute auf Ihrem persönlichen Weg "back to the new normal".
Wir hoffen, dass Ihnen Ihre ersten Geschäftstermine, die Sie persönlich und nicht per Videokonferenz absolvieren können, Freude machen, Erfolg bringen und Ihnen wieder den Wert persönlicher Treffen vor Augen führen. Wir jedenfalls freuen uns sehr auf unser nächstes Treffen mit Ihnen.

Herzliche Grüße

Friedhelm Ost                                                            Ernst Schwanhold
 Staatssekretär a.D.                                                  Staatsminister a.D.

 

Hand in Hand die Corona-Krise meistern

Der chinesische Botschafter in Berlin, Wu Ken bekräftigte vor wenigen Tagen in einem Statement einmal mehr den Willen Chinas zum Multilateralismus und betonte insbesondere das gute Verhältnis zu Deutschland. Im Zusammenhang mit der Bewältigung der COVID-19 Pandemie lobte er die Disziplin und Solidarität der Deutschen. Das Virus könne nur mit einer gemeinsamen Anstrengung aller Nationen besiegt werden: "Wenn die Menschen weiter auf dieser Erde unserem gemein-samen Zuhause, leben wollen, dann müssen sie es im Einklang mit der Natur tun..." . Man brauche "mehr Kooperation und weniger Konfrontation".
Den vollständigen Text können Sie hier nachlesen: Link

China: Verändertes Konsumverhalten in Zeiten von COVID-19 

China erholt sich langsam von der Corona Krise und viele Provinzen kehren Schritt für Schritt zum Alltag zurück. Die Fabriken nehmen die Produktion wieder auf und die Verbraucher beginnen, wieder Geld auszugeben. Die Krise hat sich jedoch dramatisch und anhaltend auf die Einkaufsgewohnheiten der Nation ausgewirkt, mit großen Auswirkungen auf Marken in China und weltweit. McKinsey hat in einer Studie zusammen mit MIYA, einem führenden Anbieter mobiler Zahlungslösungen, die POS-Daten von 31.000 Geschäften und über  500 Millionen Transaktionen in mehr als 150 Städten, darunter Wuhan und Hubei, sowie von mehr als 100 Millionen Käufern analysiert. Die Daten zeigen Veränderungen in vier Gewohnheitsfeldern, die auch dann noch anhalten, wenn die Spitzenbelastung durch den Virus nachlässt.

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Chinesische Schutzmasken auf dem Prüfstand

Der Bedarf an Atemschutzmasken ist nach wie vor groß. Im Reich der Mitte läuft die Produktion von medizinischer und persönlicher Schutzausrüstung (Personal Protective Equipment; PPE) seit Monaten auf Hochtouren. Bei der Beschaffung der Masken sollten Unternehmen Einiges beachten. Worauf es dabei ankommt, das erklärt Corinne Abele in einem Artikel, nachzulesen bei GTAI.

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GTAI: Die Auswirkungen von COVID-19 auf verschiedene Branchen

Das Corona Virus brachte die Wirtschaft in China im Februar und März fast vollständig zum Erliegen. Im Mai stehen nun viele Firmen wieder in den Startlöchern. Germany Trade & Invest hat die Auswir-kungen der Corona Krise auf verschiedene Branchen, wie die Gesundheitswirtschaft, den Bausektor, den Automobilsektor, den Maschinenbau, die chemische Industrie sowie auch den privaten Konsum, analysiert.

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Chinas Maschinenbau kommt allmählich wieder in Fahrt

Während die Corona-Pandemie die Wirtschaft in Europa und den USA weiterhin im Griff hat, nimmt die Produktion in China langsam wieder Fahrt auf. Eine aktuelle Umfrage der VDMA-Büros in China, an der sich 118 Mitgliedsfirmen beteiligt haben, zeigt eine deutliche Verbesserung der Lage vor Ort.  
Anfang März schätzten noch 57 Prozent der Befragten die Auswirkungen der Corona-Pandemie als groß ein, mittlerweile sind es nur noch 46 Prozent. Dafür stieg der Anteil der Befragten, welche die Auswirkungen als eher gering betrachten, von 3 Prozent auf inzwischen 13 Prozent.

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