ISA-Newsletter - Mai 2021

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,

fragt man Börsenexperten, ob es angeraten sei, dem Depot auch chinesische Aktien beizufügen, lautet die Antwort oft: ja und zwar vor allem solche aus den Bereichen Innovation und Konsum.
 
Auch wenn es bei der ISA nicht um Aktien geht, so lohnt doch der Blick auf diejenigen Segmente der chinesischen Wirtschaft, die der internationale Börsenhandel für China als besonders chancenreich und wachstumsstark einschätzt. Über Innovationen haben wir auf unseren Fachtagungen viel diskutiert und gemeinsam Ideen für die mögliche Zusammenarbeit in den Bereichen Energieeffizienz, Wasserstofftechnologie, Smart Cities, Klimaschutz usw. entwickelt.
 
Auch der Konsum, der chinesische Verbrauchermarkt also, ist für Firmen in unserem Bündnis von großer Bedeutung. Denn es geht für Industriestädte um die Produktion der Waren, die auf diesem Markt mit seinen 1,4 Milliarden Konsumenten gefragt sind.
Chinas Verbraucher, in besonderer Weise die jüngeren im Alter zwischen 20 und 35, sind sehr konsumfreudig. Gleichzeitig - und das haben sie mit der Generation ihrer Eltern gemeinsam - sind sie zusehends sehr qualitätsbewusst. Dazu kommt: Die chinesischen Konsumenten können sich immer mehr leisten, denn immer mehr Menschen gelingt der Aufstieg in die Mittelschicht. Mittlerweile verfügt fast die Hälfte der urbanen Haushalte über ein Jahreseinkommen von rund 20.000 US Dollar.
 
Der größte Konsumzuwachs wird künftig nicht nur in den Weltstädten wie Peking, Shanghai und Shenzhen erwartet, sondern in den (nach chinesischen Maßstäben) kleineren Städten aus den Regionen, also auch in den sogenannten lower tiers cities, die bisher nicht so sehr im internationalen Fokus standen. Dort leben durchweg zwischen 3 bis 10 Millionen Menschen.
Auf die ISA bezogen bedeutet das, dass wir mit unserer guten Mischung aus großen und "kleineren" Städten sowie mit ihrer Verteilung auf mehrere Provinzen sehr gute Voraussetzungen haben, an dieser positiven Entwicklung zu partizipieren.
 
Die chinesische Regierung unternimmt zudem große Anstrengungen, die Ungleichheit in der Entwicklung der Regionen des Landes zu reduzieren. Schritt für Schritt stellen sich dabei Erfolge ein. In den Regionen, die wirtschaftlich noch nicht so hoch entwickelt sind, zeigen sie sich darin, dass die Einkommen auch dort steigen, während die Lebenshaltungskosten, vor allem die Wohnkosten, noch recht günstig sind. Das lässt einiges vom Einkommen für mehr Konsum übrig, um Verbraucherwünsche zu erfüllen. 
 
Die Chancen für deutsche Unternehmen, an dieser positiven Entwicklung teilzuhaben, sind gut -insbesondere natürlich für solche, die auch in China produzieren. Die Strahlkraft des "Made in Germany" ist nach wie vor stark. Bei den Verbrauchern steht es für Langlebigkeit der Produkte, gute Verarbeitung sowie für hohe Technik- und Sicherheitsstandards. Dieses von den Konsumenten eingebrachte Vertrauenskapital gilt es zu nutzen - nicht nur in der Automobilbranche, die davon sehr profitiert.
 
Der Anteil des inländischen Konsums am BIP liegt in China bei knapp 40, in den USA bei 68, in Indien - vielleicht überraschend - bei 62 und in der EU bei 56 Prozent. Dieser Vergleich zeigt: Bei der Entwicklung des inländischen Konsums ist in China noch viel Luft nach oben. Diese Zahlen belegen welche chancenreiche Entwicklungen für deutsche Unternehmen, die auf dem chinesischen Markt präsent sind oder werden wollen, bestehen. Denn Experten schätzen, dass der Anteil des inländischen Konsums am BIP in China bis 2030 auf rund 47 Prozent steigen könnte. Damit wäre allein der Anstieg des privaten Konsums in China zwischen 2015 und 2030 größer als das heutige Gesamtvolumen des gesamten EU-Konsummarkts.
 
Die Frage ist, welche Produkte der chinesische Konsument mit deutscher Qualität "Made in Germany" verbindet  - etwa über den Automarkt hinaus. Deutsche Firmen haben durchaus viel zu bieten: Zum Beispiel haben die Messer mit Klingen aus unserer Mitgliedstadt Solingen weltweit einen hervorragenden Ruf. Auch deutsche Küchen sind von höchster Qualität insbesondere für anspruchsvolle Kunden. Weine und Lebensmittel aus deutschen Landen stehen hoch im Kurs, denn gesunde und sichere Nahrungsmittel sind in China ein großes Thema. Ebenso ist Deutschland ein attraktives Tourismusziel für reisefreudige Chinesen. In den letzten Jahren unternahmen nicht weniger als 120 Millionen Chinesen eine Reise nach Übersee. Wir könnten ihnen in unseren Mitgliedstädten viele Sehenswürdigkeiten bieten.
 
Wir grüßen Sie in der zuversichtlichen Hoffnung auf einen schönen und erfolgreichen Sommer.
Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

 

 

Friedhelm Ost                                        Ernst Schwanhold
Staatssekretär a.D.                              Staatsminister a.D.

Die ISA als Erfolgsmodell für den Austausch zwischen deutschen und chinesischen Städten

In einem Interview mit der ISA-Newsletter-Redaktion betonte Dr. Yang Ji, Managing Director der LiangDao GmbH, wie wichtig die ISA für den Marktzugang zu China für die deutschen Mitgliedstädte sei. Das Interesse an China sei groß, leider aber auch die Sorge. Er versuche mit der LiangDao GmbH als Brückenbauer beide Seiten wieder einander näher zu bringen. 
In dem Gespräch berichtete Dr. Ji u.a. über die LIDAR Sensor Technologie, die für das autonome und vernetze Fahren der Zukunft von Bedeutung sei. Darüber hinaus sprach er über seine Erfahrungen, als chinesisches Startup am deutschen Markt Fuß zu fassen.

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                              Einladung zur Veranstaltung 
„Klimaschutz als Chance für deutsche Unternehmen in China“

                                            Die ISA lädt Sie herzlich zu der
                                     Online-Informationsveranstaltung 

           „Klimaschutz als Chance für deutsche Unternehmen in China“ 
 
                                      am Dienstag, den 29. Juni 2021,
                                           von 9:00 bis 11:00 Uhr ein. 

                                                  Die Referent:innen 

                                    Sabine Dietlmeier 
                      Geschäftsführerin, German Industry & Commerce 
                                              Greater China GmbH

                                    Christina Otte 
                                      Deputy Director Ostasien, 
                       Germany Trade and Invest - Gesellschaft für 
                      Außenwirtschaft u. Standortmarketing mbH 

                                           Ang Ye
                    Team Leader, Energy-Efficient Buildings China, 
                         Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) 

                                                          und

                                     Qiang Rong
                    Stellvertretender Generalsekretär der ISA
                        und Repräsentant der Stadt Foshan

 

werden einen Überblick über die klima- und umweltpolitischen Schwerpunktsetzungen des      
14. Fünfjahresplans geben und informieren, wie sich der chinesische Markt verhält,
wo es Potenziale für deutsche Unternehmen gibt, was deutsche Unternehmen beachten sollten
und welche Erfolgs-/Pilotprojekte es bereits gibt.
 
Die Veranstaltung wird per Zoom durchgeführt. Bitte melden Sie sich per E-Mail unter 
isa@pks-gmbh.net
 an.

Foshan präsentiert einzigartige Lignankultur bei der Landesgartenschau in Ingolstadt

Bereits im Frühjahr 2020 sollte die Landesgartenschau in Ingolstadt eröffnet werden. Die Corona-Pandemie machte diese Pläne zunichte. Seit dem 23. April dieses Jahres ist die Gartenschau nun endlich für die Öffentlichkeit zugänglich.
Unter den "Gärten der Partnerstädte" ist dort auch Foshan vertreten. Die Bauwerke des Foshan Gartens basieren überwiegend auf der einzigartigen Lingnan-Kultur. Der Begriff Lingnan meint „südlich der Gebirgszüge, die sich quer durch die Provinz Guangdong ziehen“. Am Eingang des Gartens zeigt sich Foshans historische Architektur im Lingnan-Stil mit henkelförmigen Bauelementen, grauen Granitsteinen und einer Schiebetür im Kanton-Stil, die den besonderen Baustil von Foshan hervorheben.
Kunstwerke der Landschaftsdekoration, wie Pflaumenpfahl, Lingnan-Fenstergitter, trommelförmige Steine, Steinplatten, Steinsäulen und Mauern sowie eine Löwentanz-Silhouetten-Wand werden eingesetzt, um die kulturelle Wirkung des Standorts zu bereichern.

Weitere Informationen zur LAGA finden Sie hier: Link

Messen in China – Förderprogramme für ausstellende Unternehmen aus Deutschland

In China finden bis Ende 2022 ca.100 Messen statt, für die es spezielle Förderprogramme von Bund und Ländern für deutsche Unternehmen gibt, die dort ausstellen möchten. Die Unternehmen können sich z. B. an deutschen Gemeinschaftsständen beteiligen und auf diese Art und Weise ihre Produkte und Dienstleistungen kostengünstig in China präsentieren und Geschäftsbeziehungen aufbauen. 

Quelle: AUMA Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.

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Industrie 4.0 Learning Platform Project (LP 4.0) Open Class Series in Foshan

Vom 17. bis 19. Mai 2021 fand in Foshan die Industrie  4.0 Learning Platform Project (LP 4.0) Open Class Series statt, die gemeinsam von der GIZ und dem Verwaltungsausschuss der Foshan Chinesisch-Deutschen Industrie Service Zone veranstaltet wurde.
Die Veranstaltungsreihe umfasste vier Teile: Expertenseminar, Open Class, Unternehmensbesichtigungen und Gespräche mit Regierungsbehörden. Unter anderem tauschten sich Experten und Wissenschaftler von SAP China, dem Karlsruher Institut für Technologie, der Universität Darmstadt, der Tongji-Universität und dem Shanghai Second Institute of Technology während der Open Class aus. Die Veranstaltung zog mehr als 100 Vertreter aus Unternehmen, Berufsschulen und Ausbildungseinrichtungen an.

Deutsch-Chinesischer Wirtschaftsdialog in Baoding

Am 18. Mai 2021 fand in Baoding der "Deutsch-Chinesische Wirtschaftsdialog" - eine Veranstaltung der China (Langfang) International and Economic Trade Fair - statt. Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost begrüßte die neue pragmatische Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland. Er freue sich auf die schnelle Entwicklung der deutsch-chinesischen Industriekooperation, so Friedhelm Ost. 

2021- Deutsches Industriedesign in Taizhou

"Wenn wir als Freunde zusammenarbeiten, können wir gemeinsam Berge versetzen, so lautet eine chinesische Weisheit. Wenn wir diese Weisheit beherzigen, wird Taizhou sich gewiss zu einer "Industrie 4.0-Vorbildstadt" entwickeln." Mit diesen Worten begrüßte Staatssekretär a.D. Friedhelm Ost, online zugeschaltet, die Teilnehmer der Konferenz "Vorantreiben durch Intelligenz - Zukunft besser gestalten mit Design". Er freue sich sehr, dass die Stadtregierung von Taizhou der Zusammenarbeit mit Deutschland so viel Bedeutung beimesse. 
Die Konferenz fand am 28. April in Taizhou statt. Dabei trafen deutsche Industrie 4.0-Pionierunternehmen und Institutionen, Branchenverbände, bekannte Designer sowie Privatunternehmer aus Taizhou aufeinander. Es wurden Grundsatzreden gehalten, Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet und Diskussionsrunden geführt und vieles mehr. Die Teilnehmer erhielten einen Einblick in Designkonzepte, wie Produktdesign, Markendesign  und Industriedesign.

Ziel der Veranstaltung war es, für lokale Unternehmen den Aufbau einer Branchen-verbindungs- und Austauschplattform zu ermöglichen, die die praktische Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland bei der intelligenten Fertigung unterstützt um mehr Technikanwendungen und Projektkooperationen zu fördern, so die Handelsvertretung der Stadtregierung von Taizhou in Deutschland.