ISA-Newsletter - November 2020

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer der ISA,

die Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität nach COVID-19 setzt sich in China Schritt für Schritt fort. Die chinesische Wirtschaft produziert mittlerweile sogar mehr als vor der Krise. Chinas Exporte sind im Oktober 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,4 Prozent gestiegen. Trotz der fortbestehenden Reisebeschränkungen, die auch die deutschen Unternehmen in China belasten, und trotz des noch etwas zurückhaltenden Konsums der chinesischen Bevölkerung überwiegen die positiven Faktoren bei weitem. China wird ein weiteres Mal die Konjunkturlokomotive sein müssen, die die Weltwirtschaft aus der Krise herauszieht.
 
25 Prozent der deutschen Unternehmen in China berichten, dass sie ihr Geschäft bereits wie gewohnt und unbeeinträchtigt von der COVID-19-Krise betreiben können oder dies bis Ende des Jahres erwarten. Weltweit ist dies nur bei 4 Prozent der deutschen Auslandsunternehmen der Fall. Der Unterschied vergrößert sich, wenn nach Zukunftserwartungen gefragt wird. 51 Prozent der deutschen Unternehmen in China erwarten in den nächsten 12 Monaten eine Besserung, 32 Prozent eine gleichbleibende Geschäftsentwicklung und 17 Prozent eine Verschlechterung. Weltweit lauten die Vergleichszahlen: 33 Prozent Verbesserung, 33 Prozent gleichbleibende Geschäftslage und 34 Prozent Verschlechterung. Damit steht China mit Abstand an der Spitze der Länder mit positiven Erwartungen an die Entwicklung der Wirtschaft. Es folgen Süd- und Mittelamerika (44 Prozent), Afrika (33 Prozent ) und Nordamerika (32 Prozent ). Die Euro-Zone liegt - leider - bei nur 27 Prozent (Zahlen: AHK-Herbstumfrage 2020).
 
Deutschland und Europa müssen daher mehr denn je die Dynamik des chinesischen Marktes für sich nutzen und dafür die politischen Rahmenbedingungen setzen. Es ist gut, dass die EU einerseits klar formuliert, welche weiteren Verbesserungen sie für die Tätigkeit europäischer Unternehmen in China und für den Handel zwischen China und der EU anstrebt, aber traditionell in Handelsfragen auf Verhandlungen und Kompromisse setzt. Denn Handelsbarrieren und Strafzölle sind das Letzte, was die Weltwirtschaft braucht, um von der COVID-19-Krise zu genesen. Deutschland und China sind als große Exportländer am meisten auf das Funktionieren der Weltwirtschaft und einen freien Handel angewiesen, sie haben insofern gleichgerichtete Interessen.
 
Bei unserem chinesisch-deutschen Industriestädtebündnis geht es um konkrete Unternehmens-kontakte, oft um Lokales, um das Öffnen von Türen zu Geschäftspartnern, die Suche nach guten Investitionsmöglichkeiten und das Initiieren von Kooperationen. Die ISA zeigt uns auch, wie stark weltwirtschaftliche Rahmenbedingungen und konkrete Geschäfte miteinander verwoben und voneinander abhängig sind. Ein Beispiel dafür ist das jüngst geschlossene Asien-Pazifik-Handels-abkommen RCEP. Es verbindet China mit 14 weiteren Asien-Pazifik-Staaten, umfasst 2,2 Milliarden Menschen und knapp ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung. Es verringert Zölle und erleich-tert die Lieferketten zwischen den Mitgliedstaaten. Das bedeutet, es wird auch deutschen Unterneh-men mit Niederlassungen in China den Zugang zu einer Vielzahl aufstrebender Wirtschaftsnationen erleichtern.
 
Liebe ISA-Freunde, 
die Weltwirtschaft befindet sich ganz offensichtlich im Umbruch und in einer Phase schneller Veränderungen. Es ist nicht leicht, in einer solchen Phase die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eines aber ist sehr wahrscheinlich: Die nächste Wachstumswelle wird aus Asien und dort insbesondere aus China kommen. Insofern haben Sie sich für Ihre Stadt und Ihren Aufgabenkreis mit dem Beitritt zu unserem Bündnis ISA richtig entschieden.
Wir bei PKS wollen alles daran setzen, dies in den kommenden Monaten immer wieder unter Beweis zu stellen, und hoffen, uns bald wieder persönlich mit Ihnen austauschen zu können.
 
Herzliche Grüße aus Berlin

 

Friedhelm Ost                            Ernst Schwanhold

Staatssekretär a.D.                  Staatsminister a.D.

„CHINESISCH-DEUTSCHE INDUSTRIESTÄDTEALLIANZ (ISA) IST FLEXIBEL, PRAGMATISCH UND ÄUSSERST EFFIZIENT“ - BWA-VORSTAND MICHAEL SCHUMANN IM INTERVIEW - 

Michael Schumann ist Vorstandsvorsitzender des Bundes-verbandes für Wirtschafts-förderung und Außenhandel (BWA). 
Michael Schumann setzt sich seit vielen Jahren für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit ein. 2019 gründete er zusammen mit Hans Peter Friedrich, dem Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, die “China- Brücke” mit dem Ziel, die China-Kompetenz in Deutschland und das Verständnis beider Völker füreinander zu stärken. Der ISA Newsletter hat ihn interviewt.

Lesen Sie mehr: Link

VERTRETER DER DEUTSCHEN BOTSCHAFT IN PEKING BESUCHEN DIE CHINESISCH-DEUTSCHE INDUSTRIE SERVICE ZONE IN FOSHAN

Hendrik Barkeling, Leiter der Wirtschafts-abteilung der Deutschen Botschaft Peking, Christopher Weigand, Referent für den Bereich Energie der Deutschen Botschaft Peking, und Martin Fleischer, Generalkonsul des Deutschen Generalkonsulates Kanton, besuchten am 24. November den Verwaltungsausschuss der  Chinesisch-Deutschen Industrie Service Zone Foshan.

DEUTSCHE MASCHINENBAUER IN CHINA KÖNNEN AUFATMEN

Die deutschen Maschinenbauer in China atmen auf, denn ihre Auftragsbücher füllen sich wieder. Die große Mehrheit berichtet bereits über normale bis überdurchschnittliche Auslastung.

Lesen Sie mehr: Link

CHANCEN UND RISIKEN FÜR DEUTSCHE UNTERNEHMEN IN CHINAS MEDIZINTECHNIKMARKT

Mitte November fand in Düsseldorf die Medica statt. In Websessions hatten die Aussteller die Gelegenheit ihre Besucher virtuell zu errei-chen. Wie erfolgreich sich Chinas Medizin-technikmarkt im Zeichen der Corona-Krise entwickelt und welche Bedeutung dies für deutsche Unternehmen hat, die sich für den chinesischen Medizintechnikmarkt interessie-ren oder dort bereits aktiv sind, das hat die GTAI auf der Messe in einer Websession be-leuchtet. In dem Beitrag berichten Stefanie Zenk, Senior Managerin der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft GTAI, und Dr. Xin Xiong, Leiter Biofunktionalisierte Oberflächen Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen, über die aktuelle Marktentwicklung und die Risiken und Chancen für das Medizintechnikgeschäft in China.

Die Aufzeichnung sehen Sie hier: Link

CHINESISCHE WIRTSCHAFTSVERTRETER WÜNSCHEN SICH WENIGER BÜROKRATIE UND REGULATORISCHE HÜRDEN IN DER EU

Deutschland und die EU erheben Forderun-gen, die sämtlich das Ziel haben, es europä-ischen Unternehmen leichter zu machen, auf dem chinesischen Markt zu agieren.
Doch welche Erwartungen hat eigentlich China an die Ausgestaltung der europäischen Märkte? Zhou Lihong, die Vorsitzende der chinesischen Handelskammer bei der EU, beleuchtet die chinesische Perspektive.
 
Lesen Sie mehr: Link

GESUNDHEITSERKLÄRUNG FÜR AUSLÄNDISCHE FLUGGÄSTE IN CHINA AB SOFORT NUR NOCH ONLINE

Seit dem 16. November müssen ausländische Fluggäste, die per Linienflug von und über Deutschland nach China einreisen wollen, die erforderliche Gesundheitserklärung online beantragen. Die Antragsteller sind gebeten, sich per PC oder Smartphone unter http://hrhk.cs.mfa.gov.cn/H5/ zu registrieren (Benutzername und Passwort gut aufbewah-ren für das spätere Einloggen) und online das Formular mit angeforderten Informationen auszufüllen, ihren Gesundheitszustand zu melden und negative Nukleinsäure- und IgM Anti-Körpertestergebnisse hochzuladen. Die chinesischen Auslandsvertretungen in Deutschland werden die Unterlagen prüfen und beglaubigen. Die beglaubigte Gesund-heitserklärung (elektronische Version) wird auf das vom Antragsteller registrierte Konto geschickt, in Form von einem QR-Code mit einem "HDC" Kennzeichen (siehe Anhang). Dieser grüne QR-Code muss beim Einsteigen auf dem Smartphone oder in ausgedruckter Papierform vorgezeigt werden.
 
Lesen Sie mehr: Link